Monday Thoughts #3 | 6 Monate

Vor sechs Monaten habe ich dich auf die Welt gebracht. Unter Schmerzen. Und glaub‘ mir, ich weiß noch genau, wie weh diese Geburt tat. Ich erinnere mich noch an die Wehen, an die Einleitung, an die vermaledeiten Rückenschmerzen, die einfach nicht aufhören wollten. Ich erinnere mich an die unzähligen CTGs und an die Momente, in denen dein Herzschlag unter den Wehen auf einmal schwächer wurde. Entgegen der landläufigen Meinung habe ich die Geburtsschmerzen nicht vergessen. Aber ich würde diese Schmerzen jederzeit wieder für dich in Kauf nehmen!
Nur an eines erinnere ich mich nicht: An den Moment, in dem du meinen Körper verlassen hast und die Nabelschnur durchtrennt wurde. Ich erinnere mich nicht an deinen ersten Schrei und auch nicht daran, wie du aussahst, direkt nach deiner Geburt. Denn ich war unter Vollnarkose. Die PDA schlug nicht so an, wie sie sollte, ich hatte so viel des Betäubungsmittels in mir und spürte trotzdem noch Schmerz – deshalb mussten die Ärzte mich narkotisieren, um dich endlich auf diese Welt zu holen. Leider konnte auch dein Papa nicht dabei sein. Aber dafür hatte er eine wertvolle erste Stunde mit dir, ehe ich aus dem OP kam.

Und heute? Heute bist du sechs Monate alt. Du trägst Größe 68, manchmal auch schon 74. Du wiegst gute sieben Kilogramm. Du bist meistens fröhlich und meckerst nur aus drei Gründen: Wenn du die Windel voll hast, wenn du hungrig bist oder wenn du dringend schlafen musst. Sonst bist du der familiäre Sonnenschein. Alle sind voller Liebe für dich. Nicht nur Papa und ich, sondern auch Omma und Oppa, Omma und Oppa Höntrop, dein Onkel und deine Tante, dein Patenonkel, und deine beiden Adoptivtanten. Und noch so viele Leute mehr! Du wirst quasi mit Liebe überschüttet.

Am Anfang hast du wahnsinnig viel gespuckt und wir hatten Angst, dass du nicht genug zu essen bekommst. Jetzt bist du regelrecht proper – du vertilgst rund 800 bis 1000 Milliliter Milch am Tag! Und nicht nur das. Du liebst Fruchtquetschen, lutscht mit großer Hingabe Gurkenschnitze, Apfelschnitze und Banane. Auch Spinat, Croissants, Brötchen und Milchbrötchen sind hoch im Kurs. Du isst noch nicht viel und auch nicht oft – aber wenn, dann mit vollem Elan. Und mit dem ganzen Körper. Manchmal finden wir danach Essensreste an Stellen… 😀

Du liebst alles, was raschelt und knistert – und beißt genüsslich darauf herum. Auch von Musik bist du ein großer Fan. Geräusche aller Art machen dir unheimlich viel Spaß. Schon eine ganze Weile kannst du dich drehen, vom Rücken auf den Bauch und zurück. Anfangs bist du zwar in immer nur eine Richtung durch das Wohnzimmer gekullert, inzwischen kannst du dich aber in beide Richtungen drehen und wenden. Und seit ein paar Wochen fängst du sogar an, zu robben! Bald ist wirklich nichts mehr vor dir sicher. Schon jetzt versuchst du alles, was sich in Reichweite befindet, anzugrabschen. Auch, wenn Papa und ich die spannendsten Spielsachen (Laptop-Ladekabel, Handy, …) regelmäßig in Sicherheit bringen.

Unseren ersten kurzen Urlaub (drei Tage Berlin) hast du mit Bravour gemeistert – und wir auch. Du hast zwar das Reisebett mit Verachtung gestraft und lieber zwischen Mama und Papa im Queensize-Bett geschlafen, aber dafür warst du tagsüber richtig gut drauf. Wir waren viel spazieren und haben gut gegessen. Und die Biene hat ja Gott sei Dank mich gestochen und nicht dich.

So wirklich krank warst du noch nie, obwohl ich dich seit nun rund vier Monaten nicht mehr stille. Die Impfungen steckst du bisher auch gut weg und der Doktor hat bei den Vorsorgeuntersuchungen nichts zu meckern.

In den letzten sechs Monaten haben wir eine gewisse Routine entwickelt, alle Tage haben ein Grundgerüst. Das tut dir und auch mir gut. Wir kuscheln viel, vor allem morgens und mittags – und im Abend wird mit Papa gekuschelt. Die restliche Zeit verbringst du mit Spielen und Schlafen. So ein schönes Leben hätte ich auch manchmal noch gern! 😉 Aber weil du so gut schläfst, kann ich seit einigen Monaten wieder arbeiten.

Ich bin so gespannt, wie die nächsten sechs Monate mit dir werden. Wann wirst du wohl deinen ersten Zahn bekommen? Wie lange dauert es noch, bis du dich selbstständig aufsetzt, krabbelst, gar läufst?? Und wie werden die nächsten Jahre aussehen? Auch, wenn ich jetzt schon das Gefühl habe, dass die Zeit mit dir viel zu schnell vergeht, freue ich mich auf alles, was da kommt. Was wird dein erstes Wort sein und wie lange müssen wir darauf noch warten?
Ich warte gespannt und werde, wenn wir die näcshten Meilensteine erreichen, diese Dinge hier verbloggen. Als Erinnerung für mich und vielleicht, weil es auch andere Leute interessiert, wie du, meine kleine Maus, dich so entwickelst.

In Liebe
Deine Mama

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Keine Zeit!

Ich hab’s heute das erste Mal nicht geschafft, etwas zu bloggen. Stattdessen war ich im Real Life unterwegs. Mein Mann und ich waren nämlich im Kino – das allererste Mal ganz allein, ohne Baby. Gott, war das aufregend! Jetzt schlafen.

Schnelles Make-up für Mamas

[Fotos folgen, keine Sorge! Muss eins machen, sobald ich mich mal wieder schminke. ;)]

Disclaimer: Dieser Beiträg enthält Produktnamen, also Markennennung und ist damit nach der aktuellen, nicht eindeutigen Rechtslage WERBUNG. Ich habe alle Produkte selbstverständlich selbst gekauft und benutze sie aus freien Stücken.

Seit ich ein Kind habe, müssen meine Tage genau durchgeplant werden. Die kurzen Zeitfenster, in denen Felicitas schläft, nutze ich für ALLES. Haushalt, Arbeit, Schlafen, für mich, für alles, was Ruhe braucht. So zum Beispiel auch für die tägliche Körperpflege. Make-up ist jetzt vielleicht etwas, bei dem viele Mamas sagen „das braucht man doch nicht!“ oder „ich fühle mich auch ohne Make-up gut!“. Und das ist auch wunderbar. Aber ich habe mich schon vor der Schwangerschaft gern geschminkt und ich tue es auch heute noch. Deshalb nutze ich das erste Schläfchen am Tage für die Körperpflege. Zähne putzen, waschen, den Schlafanzug gegen ordentliche Klamotten (nein, ich verbringe natürlich nie einen Tag nur im Pyjama… hust…) tauschen und eben das Make-up.

Dabei ist es für mich wichtig, die kurze Zeit, in der meine Tochter schläft, effektiv zu nutzen. Ich habe also keine Zeit für eine zwanzig Minuten oder mehr dauernde Routine mit allem Schnick Schnack, sondern benutze nur wenige Produkte, die mich frisch (aka nicht mehr wie tot) aussehen lassen und mir ein gutes Gefühl geben. Wie ich also dahin komme, zeige ich euch heute.

Die Produkte

Im Grunde brauche ich sechs Produkte plus Pinsel, um mich morgens zu schminken. Da wäre zuerst der Concealer. Um Augenringe abzudecken und kleine Unreinheiten verschwinden zu lassen, benutze ich den Manhattan „Wake up-Concealer“ in der Farbe 001 natural. Dieser Concealer ist relativ flüssig und lässt sich daher auch großflächig gut verteilen. Mit dem Finger (Ringfinger, ganz wichtig!) verteilt und eingearbeitet verschwinden die dunklen lila Augenringe im Nu. Um den Concealer etwas zu festigen, benutze ich darüber und über Pickelchen die Catrice „Camouflage Cream“, ebenfalls in der hellsten Nuance mit einem Pinsel. Dieser feste Concealer sorgt dafür, dass mir der flüssige Concealer von Manhatten nicht direkt wieder flöten geht.

Als nächstes benutze ich Puder. Das mattiert, schafft eine gleichmäßige Farbe und hilft, den Concealer an Ort und Stelle zu halten. Hier schwöre ich schon seit Jahren auf das „Prime and Fine Mattifying Powder“ von Catrice. Das farblose Puder tupfe ich mit einem fluffigen Pinsel auf die Stellen, auf die ich vorher Concealer aufgetragen habe und verteile es dann auch im restlichen Gesicht.

Ein Schritt, der für mich unheimlich wichtig ist, sind die Augenbrauen. Sie bekommen Farbe und Form. Dafür benutze ich erst ein Bürstchen, und dann die Sleek Lidschattenpalette „au naturel“, genauer gesagt die Farben „Bark“ und „Regal“. Damit fülle ich meine Brauen auf. Zuletzt kommt dort noch die „Lash and Brow Gel Mascara“ von essence darüber und schon sind meine ausdrucksstarken Augenbrauen fertig.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch Wimperntusche, und schon ist mein natürlicher Make-up Look fertig. Hier benutze ich immer unterschiedliche Mascaras. Zuletzt hatte ich eine Weile die „Hyperlash Khol Mascara – Push up Effect“ von Trend it up, allerdings ist mir die inzwischen zu klumpig. Jetzt habe ich kurzfristig zur „The Rocket Volum‘ Express“ von Maybelline gewechselt, die nicht wasserfeste Variante, und bin sehr zufrieden. Die Mascara ist zwar etwas teurer als die von Trend it up, aber die paar Euro ist mir ein schöner Look, der beim Schminken Spaß macht, allemal wert.

Optional

Natürlich gibt es auch noch mehr, was ich gern benutze. Ich liebe Lippenstift, am liebsten in rot. Aber das ist mir für jeden Tag a) zu viel Aufwand und b) manchmal auch einfach too much. Stattdessen habe ich Lipgloss mal wieder für mich entdeckt. Um meinen Lippen an besonders blassen Tagen ein wenig Farbe zu verleihen, nutze ich von Manhattan den „Oh my Gloss!“ in der Farbe 410 – Fierce Red.

Auch Lidschatten darf manchmal nicht fehlen. Ich mag dort matte Looks am liebsten. Neben einer Lidschattenbase aus der Prime and Fine-Serie von Catrice benutze ich den Lidschatten in der Farbe 870 – On the Taupe of the Matt Everest aus der „Absolute Eye Color“-Serie von Catrice. Um in der Lidfalte noch einen dunklen Akzent zu setzen, benutze ich in der Regel die Lidschatten, die auch für meine Augenbrauen zum Einsatz kommen. Manchmal wechsle ich auch zum Lidschatten Club von MAC, je nach Stimmung.

Und dann ist mein Make-up auch endgültig fertig. Obwohl ich die optionalen Produkte eigentlich nur benutze, wenn mein Mann gerade auch zu Hause ist und ein Auge auf unsere Kleine haben kann.

Habt ihr Interesse an einem genaueren Bericht, wie ein typischer Tag bei uns abläuft?

Wehmut

Ich weiß, ich bin spät dran. Aber es ist gerade viertel nach neun abends und damit zählt’s noch als heute. Ich war heute den ganzen Tag beschäftigt, deshalb komme ich erst jetzt dazu, zu schreiben. Die Kleine schläft, wir sitzen im Wohnzimmer und können uns entspannen.

Gestern abend hab‘ ich um die Zeit ein bisschen in meinen anderen Postings auf diesem Blog gestöbert. Den etwas älteren Postings. Angeregt dazu hat mich ein Kommentar, den ich gestern unter meinem zweiten „Monday Thoughts“-Post bekommen habe. Wer mag, kann den Kommentar von Ronja ja kurz lesen, ich warte hier so lange. 😉


Ich habe den Geburtsbericht gelesen, den ich hier vor einiger Zeit veröffentlicht habe. Den Post, in dem ich die Geburt meiner Tochter schildere. Ich habe mich zurück erinnert an die zwei Tage im Krankenhaus, bevor sie da war und die Anstrengung. Die Schmerzen. Die Aufregung. Und das wahnsinnige Glücksgefühl, als Felicitas dann endlich da war. Und wisst ihr was? Ich könnt schon wieder!
Also, ich sollte natürlich nicht schon wieder. Zum Einen ist die Schwangerschaft erst fünf Monate her und das wäre einfach unvernünftig, mit einem Säugling zu Hause schon wieder schwanger zu werden. Zum Anderen sollte man nach einem Kaiserschnitt mindestens ein (je nach Arzt-Meinung besser zwei) Jahr warten, bevor man wieder schwanger wird. Das wird geraten, damit man das Risiko einer Uterus-Ruptur verringert. Eine Uterus-Ruptur ist ein lebensbedrohlicher Riss, der unter der Geburt in der Gebärmutter auftreten kann. Lebensbedrohlich übrigens für Mutter und Kind. Und wenn man eh schon eine Narbe in der Gebärmutter hat, ist diese Stelle natürlich quasi eine „Sollbruchstelle“, vor allem in den ersten Monaten nach der Geburt. Deshalb werden wir natürlich noch warten. Aber ganz ehrlich? Ich möchte gern noch ein zweites Kind. Und, egal, wie anstrengend die Geburt von Felicitas war, ich würde das jederzeit wieder machen.

Deshalb bin ich ein bisschen „wehmütig“. Nicht, dass ich meiner ersten Schwangerschaft hinterhertrauern würde, aber es ist schon eine besondere Zeit. Schwanger zu sein und dann ein Kind zu kriegen, dass ist etwas ganz Besonderes. Ein Wunder. Und ich möchte das gern nochmal erleben. Nochmal ein Kind zur Welt bringen und all die Dinge, die ich im Moment tue, nochmal tun dürfen.

Irgendwann…

A day in the life…

Es ist Donnerstagmittag, 12 Uhr. Meine Tochter spielt auf ihrem Spielteppich mit Spielbogen und ich sitze am Laptop. Und überlege, was ich heute schreiben möchte. Dabei denke ich darüber nach, wie unsere Tage hier so ablaufen und wann ich Zeit habe, diese Beiträge zu schreiben. Deshalb möchte ich heute mal ein paar Worte zu einem „typischen“ Tag im Leben von Felicitas und ihrer Mama (also mir) verlieren.


Zunächst mal: Eigentlich gibt es keinen „typischen“ Tag in unserem Leben. Jeder Tag ist unerschiedlich, abhängig davon, was bei mir an Terminen oder Erledigungen anliegt, wie es Felicitas geht, wann wir aufstehen und so weiter.

Also, im Normalfall stehen wir zwischen acht und neun Uhr auf. Das kommt darauf an, ob und wenn ja, wann Felicitas nachts wach wurde und Hunger hatte. Da der Männe arbeiten muss, übernehme ich dann nämlich die nächtliche Fütterung und muss dann den Schlaf entsprechend nachholen – und meine Tochter glücklicherweise auch. Wir stehen ohne klassischen Wecker auf (Felicitas eignet sich schon generell sehr gut als Wecker) und im Normalfall geht’s dann zunächst an die Morgentoilette, sowohl für Felicitas als auch für mich.
Da Felicitas ihr erstes Frühstück ja meist schon hatte, bekomme dann erstmal ich etwas zu essen. Felicitas hat meistens nicht sofort Hunger und für sie gibt’s dann die nächste Flasche ganz nach Bedarf. Wenn ich also gefrühstückt habe, richte ich mich wieder ganz nach meiner Tochter: Hat sie Hunger? Die Windel nochmal voll? Will sie spielen? Ist sie schon wieder müde?

Es wird gefüttert, gewickelt, gewaschen, gespielt und das so lange, bis die Kleine wieder müde ist und ihr erstes Vormittagsschläfchen macht. Das macht sie entweder in ihrer Wippe, in ihrem Bett oder in meinem Bett auf mir, je nachdem, wie’s ihr geht. Wenn sie nicht gerade auf mir schläft, kann ich in der Zeit das erste Mal produktiv werden. Ich arbeite also ein paar Aufträge ab, räume die Spülmaschine ein oder schmeiße den Sterilisator für ihre Fläschchen und so an. Dann nutze ich die Zeit manchmal, um mich ein bisschen „ausgehtauglich“ zu machen, also ordentliche Klamotten anzuziehen und mich ggf. sogar zu schminken.

Nach diesem ersten Schläfchen will Felicitas meistens spielen, zum Beispiel, so wie heute, auf ihrem Spielteppich. Ich kann in der Zeit etwas lesen, etwas arbeiten, oder einen Beitrag für den Blog schreiben. Manchmal braucht sie Hilfe, wenn sie sich wieder in eine Position gekullert hat, aus der sie nicht alleine raus kommt. Manchmal spielen wir auch zusammen, da richte ich mich ganz nach meiner Tochter und ihren Bedürfnissen.
An anderen Tagen nutzen wir diese Zeit für einen kleinen Einkauf. Wir gehen zu Fuß, also ich gehe zu Fuß. Felicitas trage ich dabei meistens mit der Babytrage. Manchmal nehmen wir auch den Kinderwagen, vor allem, wenn wir größere Mengen einkaufen oder sperrige Gegenstände (zum Beispiel ein Jumbopaket Windeln oder Toilettenpapier).

Nach dem Einkauf oder der Spielsession gibt’s Mittag für Felicitas. Manchmal danach auch für mich, aber meistens habe ich an dem Punkt noch keinen Hunger. Nach dem Mittagessen gibt’s den altbekannten Mittagschlaf. In der Zeit kann ich dann nochmal ganz in Ruhe ein bisschen was arbeiten oder im Haushalt machen. Wenn meine Tochter nicht gerade auf mir schläft oder ich so müde bin, dass ich auch ein Nickerchen machen muss. 😉

Kurz nach dem Mittagschlaf (manchmal auch schon währenddessen) kommt Felicitas‘ Papa dann nach Hause. Es wird wieder gespielt, gefüttert und dann gibt’s auch irgendwann Essen für die Eltern. Je nachdem, was es gibt, darf Felicitas mitessen bzw. probieren. Natürlich nur, wenn sie mag. Den Rest des Abends verbringen wir ganz oft mit kuscheln und spielen, wenn nicht gerade Termine anliegen oder wir zum Sport gehen. Dann passt meistens meine Schwiegermutti auf die Kleine auf.

Später gibt’s dann für Felicitas noch ein Betthupferl in Form von Milch, bevor sie dann gegen 22 Uhr ins Bett geht. Das mag spät wirken, allerdings hat hier keiner was davon, wenn sie um 19 Uhr schläft und ab drei oder vier Uhr morgens schon wieder munter ist. Deshalb macht sie bis etwa 20 oder 21 Uhr noch ein Nickerchen und geht danach ins Bett. Einschlafen tut sie derzeit in ihrem Bett in ihrem Zimmer, für den Nachtschlaf holen wir sie aber ins Beistellbett ins Schlafzimmer.
Die freie Zeit, wenn die Kleine schläft nutzen wir dann, um manchmal noch ein bisschen zu quatschen, einen Film zu schauen, oder mein Mann bleibt noch auf und ich lege mich auch schonmal hin. Je nachdem, wie müde ich bin.

So, das wäre unser „typischer“ Wochentag. Am Wochenende sieht das natürlich nochmal anders aus, da mein Mann dann nicht arbeiten muss und wir oft meine Eltern besuchen und so. Wie sieht euer Alltag mit Baby aus?

Blogprojekt: rohe Gedanken

In letzter Zeit kam ich nicht sonderlich viel dazu, zu bloggen. Um genau zu sein, seit etwa fünf Monaten, also die Zeit, die meine Tochter jetzt auf der Welt ist. Natürlich ist das kein Wunder, braucht so ein kleiner Mini-Mensch doch viel Zeit und Aufmerksamkeit. Trotzdem finde ich es schade, wenn hier so wenig passiert und deshalb möchte ich ein neues Blogprojekt starten!

In dem neuen Projekt hier auf dem Blog soll es darum gehen, dass ich jeden Tag einen Beitrag veröffentlichen möchte. Die Beiträge werden sich inhaltlich nicht nur mit dem Muttersein beschäftigen, sondern sollen alle Dinge abdecken, die mich interessieren und beschäftigen. Das können mal ein paar kurze Sätze sein und mal auch ganz lange und tiefgründige Texte. Die Gedanken, die ich hier veröffentliche, werden relativ roh sein, das heißt, ich werde nicht viel daran herumfeilen. Das ist einfach der kurzen Zeitspanne geschuldet, die ich für’s Schreiben und für’s Veröffentlichen habe. Denn ich muss mich ja trotzdem um Arbeit, Kind, Haushalt etc. kümmern.
Das Projekt ist zeitlich nicht begrenzt.  Ich starte heute, mitten im Monat (man braucht schließlich keinen 1., um mit etwas anzufangen) und schaue einfach, wie lange das Projekt funktioniert und mir Spaß macht.

Das Ziel des Projektes ist ganz simpel: Ich möchte wieder mehr Schreiben. Und wenn ich mir vornehme, jeden Tag ein paar Sätze zu schreiben, schaffe ich es hoffentlich, das Schreiben wieder mehr in meinen Alltag zu integrieren und meinen Tagesablauf so anzupassen, dass ich ein bisschen mehr Zeit für’s Schreiben finde. Mal schauen, ob das klappt!


Rohe Gedanken am Mittwoch, dem 18. Juli: Ich fühle mich wohl. Ja, ich bin ganz oft sehr gestresst und ja, das Muttersein ist nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Ich bin müde, ich bin immer in Alarmbereitschaft und manchmal, wenn meine Tochter weint und weint, bin ich genervt, möchte ich doch, dass sie aufhört und wieder ein glückliches Baby ist. Aber alles in allem fühle ich mich wohl. Es ist Sommer, es ist tolles Wetter, meine berufliche Situation sieht wirklich gut aus (vor allem, wenn man bedenkt, dass ich „nebenbei“ ja auch noch das Kind schaukle) und ich bin gesund. Und am Ende ist es doch das, was zählt, oder?

Unsere Wohnung nimmt immer mehr Gestalt an (klar, wir wohnen und werkeln hier ja auch erst seit gut sieben Monaten), wir werkeln im Garten hinter’m Haus und bald (also nächsten Sommer) kann unsere Tochter dort im Sandkasten buddeln und im Planschbecken toben. Es wird ganz toll, da bin ich sicher.

Arbeitstechnisch habe ich gut zu tun, was super ist, aber die Gesamtsituation natürlich auch ein bisschen stressiger macht. Gott sei Dank habe ich an der Uni ein Urlaubssemester eingelegt, sodass ich wenigstens nicht nach Düsseldorf muss. Aber auch so reichen 24 Stunden am Tag kaum aus, um alles zu erledigen, was so anfällt.

So, das war mein kleiner Zwischenstand, so allgemein. So geht’s mir im Moment. Jetzt muss ich arbeiten, die Küche aufräumen und Felicitas wickeln. Wir lesen uns morgen! ❤

Monday thoughts #2 | Angekommen.

Ich muss ja mal zugeben, dass mir das Muttersein nicht „einfach so“ zugeflogen ist. Ich hatte nicht diesen Moment, direkt nach der Entbindung, in dem alles vergessen war, was vorher war und ich nur noch Augen für mein kleines Baby hatte.

Stopp!

Bevor ihr jetzt hektische Kommentare verfasst oder anfangt, zu hyperventilieren, lasst mich kurz erklären. Felicitas kam per Kaiserschnitt unter Vollnarkose zur Welt. Als ich im Kreißsaal wieder wach wurde, hatte mein Mann ein kleines, schreiendes Bündel auf dem Arm. Ich wusste sofort, dass das a) mein Baby und b) ein Mädchen ist. Die kleine Felicitas. Mit einem unfassbar lauten Organ (von wem sie das nur hat…?). Und ich war sofort so überwältigt von dieser Situation, dass ich anfing, wie ein Schlosshund zu weinen. Ich brauchte Minuten, um mich zu beruhigen.
Und dann? Brauchte ich ein Schmerzmittel. Mein Bauch tat mir nach der Tortur des Kaiserschnitts unfassbar weh, sogar beim Atmen. Also bat ich erst um etwas gegen die Schmerzen und dann darum, mein Kind auf die Brust zu bekommen. Weil ich wusste, dass ich mich nicht auf sie, auf die Situation konzentrieren könnte, wenn ich diese Schmerzen hätte. Also bekam ich Felicitas nach einem Schmerztropf auf die Brust. Und ich liebte diesen Augenblick, liebte jeden Moment.

Aber trotzdem brauchte ich Monate, um in meiner Mutterrolle endgültig anzukommen. Um voll und ganz zu realisieren, dass ich Mutter bin, dass ich eine Tochter habe und was das für mich und mein Leben bedeutet.
Die erste Zeit mit Felicitas fand ich sehr anstrengend. Das ständige Tragen und Schreien zerrt an den mütterlichen (und väterlichen) Nerven. Blähungen und Bauchweh tun ihr Übriges. Ich war oft ziemlich am Ende mit den Nerven. Doch inzwischen geht es mir viel besser. Das liegt zum Einen daran, dass Felicitas inzwischen, mit ihren vier Monaten, sehr viel ausgeglichener ist: Sie spuckt nicht mehr, sie hat kaum noch Bauchweh und pupst zwar wie ein Weltmeister — aber eben nicht schmerzhaft. Außerdem spielt sie auch gern mal alleine, z. B. unter ihrem Spielbogen, sodass ich ein bisschen arbeiten kann. Wir haben eine Tagesroutine entwickelt, in der wir beide sehr gut zurechtkommen. Sie geht inzwischen gern in ihre Trage und beobachtet die Welt gut behütet von meiner Brust aus. Und all diese Dinge haben dazu beigetragen, dass ich anfangen konnte, das Muttersein zu genießen. Ich kann gleichzeitig arbeiten, mit Felicitas spielen, sie umsorgen, mich mit Freunden treffen und den Haushalt führen und bekomme endlich mal einiges unter einen Hut!

Ich fühle mich endlich angekommen. Endlich wirklich als Mutter. Und das macht mich so froh! Was ich also jeder Frau mitgeben kann: Wenn du am Anfang nicht sofort das Gefühl hast, eine wunderbare Mama zu sein, ärgere dich nicht. Manchmal braucht man einfach ein bisschen, um in dieser Situation, in die wir kopfüber (wie in kaltes Wasser) hineingeworfen wurden, klarzukommen und uns zurechtzufinden. Es wird besser. Zumindest wurde es das bei mir. Und jetzt könnte es schöner nicht sein. ♥