Meine Stillgeschichte

Ich möchte euch heute erzählen, wie mein Stillerlebnis war und wie ich meine Tochter derzeit ernähre. Kurzer Disclaimer vorab: Ich verurteile niemanden dafür, wie er sein Kind ernährt. Ob Stillen, Zwiemilch, Pre-Nahrung – ihr seid die Eltern, ihr entscheidet das. Über die Vorteile von Muttermilch müssen wir nicht diskutieren, trotzdem sollte jede Frau selbst entscheiden, wie sie ihr Kind ernährt. Ich erwarte diese grundsätzliche Toleranz auch von meinen Lesern, vor allem in der Kommentarsektion. Aber genug der Vorrede, jetzt zu mir.

Meine Tochter ist jetzt neun Wochen alt. Ich stille nicht mehr. Ja, ich kann das Entsetzen förmlich hören. Aber lasst mich erstmal erzählen, wie das mit dem Stillen bei uns ablief. Wie ihr wisst, habe ich Felicitas per Kaiserschnitt entbunden. Als ich aus dem OP-Saal kam, wurde sie mir auf die Brust gelegt und es wurde von der Hebamme auch sofort versucht, sie anzulegen. Felicitas hatte daran wenig Interesse.

Kaum waren wir auf dem Zimmer, das gleiche Spiel. Die Schwester versuchte, sie anzulegen, ohne Erfolg. Am Abend fragte ich die Nachtschwester, ob wir es nochmal versuchen sollten, wollte ich doch unbedingt stillen. Die (nebenbei bemerkt sehr nette und kompetente) Nachtschwester erklärte mir, dass es bis zu 48 Stunden dauern kann, bis das Kind den Saugreflex entwickelt, bzw. dass der Saugreflex in den ersten 48 Stunden quasi “aussetzt”. Ob das so stimmt, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, dass Felicitas unter der Geburt sehr viel Fruchtwasser geschluckt hat, das in den folgenden 40 Stunden fröhlich wieder rausflog. Mein Kind spuckte und spuckte und spuckte – und hatte weder am Dienstag, noch am Mittwoch Appetit.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag dann wurde es wirklich anstrengend. Die Kleine ließ sich überhaupt nicht beruhigen und war nur am Weinen. Als ich es nicht mehr aushielt, rief ich die Nachtschwester. Es war die, die mir vorher das mit dem Saugreflex erklärt hatte. Sie kam und sagte im selbstverständlichsten Tonfall “Dein Kind hat Hunger, wir legen es jetzt an.” In der Folge versuchten wir die ganze Nacht, mein Kind zum Trinken zu bewegen, leider mit mäßigem Erfolg. Felicitas war hektisch, machte den Mund kaum weit genug auf und war nicht besonders interessiert am Trinken. Trotzdem hatte sie Hunger ohne Ende. Ein Teufelskreis: Der Hunger wird immer größer, das Kind wird immer hektischer und kann immer weniger dazu bewegt werden, ordentlich zu trinken. An der rechten Seite funktionierte es gar nicht, was dazu führte, dass die Nachtschwester schließlich ein Stillhütchen (das Grauen!) holte und damit versuchte, mein Kind zum Trinken zu bewegen.

„Stillen tut weh. Gewöhnen Sie sich dran.“

Am folgenden Tag versuchten mehrere Schwestern über Stunden, mein Kind anzulegen. Manchmal trank sie ein paar Schlucke, aber meistens war das Trinken nach wenigen Zügen vorbei, dann wurde noch ein bisschen genuckelt und schon dockte mein Kind ab. Und wenn sie dann mal ein bisschen trank, tat mir das höllisch weh! Eine Schwester meinte dazu nur: “Ja, das Stillen tut weh. Gewöhnen Sie sich dran.”
Als mein Mann irgendwann eine Schwester fragte, ob wir ein Fläschchen bekommen könnten, damit das Kind überhaupt mal was zu sich nähme, kam die Schwester und legte Felicitas wieder an. Mit dem Ergebnis, dass nach zwei Schlucken wieder Ende im Gelände war.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag versuchte eine Schwester insgesamt vier Stunden mit meinem Mann und mir, Felicitas anzulegen. Der Hunger beim Kind wurde immer größer, der Frust bei mir auch und langsam überlegte ich, ob ich direkt auf Pre-Nahrung umsteigen sollte. Am Freitag hatten wir dann die U2-Untersuchung. Der Kinderarzt stellte fest, dass Felicitas mehr als die maximalen 10 % an Gewicht verloren hatte. Außerdem bemerkte er, dass mein Kind so hektisch und unzufrieden war, weil es (Überraschung!) Hunger hatte. Sie bekam ein wenig Glukose. Dann fragte der Arzt uns, was los sei. Wir erzählten die ganze Story. Der Arzt erklärte uns, dass ich abpumpen solle, mit einer elektrischen Pumpe. Wir sollten so sehen können, ob ich genug Milch für sie habe und mit einer Flasche sollte das Trinken ihr leichter fallen. Sie schien für meine Brustwarzen einfach zu schwach zu sein (Diagnose: Trinkschwäche). Also rief ich einige Stunden später die Schwester, die mir eine elektrische Pumpe brachte und erklärte, dass ich ab sofort alle drei Stunden abpumpen solle. Also tat ich das. Und siehe da: Mein Kind trank und es wurde satt! Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie erleichtert ich war.

Am nächsten Morgen, Samstag, wurde Felicitas gewogen und hatte ein wenig zugenommen. So konnten wir, mit einem Rezept für eine elektrische Leihpumpe aus der Apotheke, entlassen werden. Also pumpte ich zu Hause auch ab. Erst alle drei Stunden (auch nachts), dann alle drei Stunden mit etwa sechs Stunden Pause über Nacht. Nach einer Woche hatte sich der Milchfluss eingependelt und ich konnte die Abstände auf vier Stunden tagsüber mit einer Pause von ca. acht Stunden über Nacht ausweiten.

Nachdem ich eines Nachts Fieber bekam und bettlägerig war – und deshalb einen Tag nicht abpumpte, besorgte mein Mann Aptamil Pre-Nahrung. Zur Vorsicht. Ich pumpte ab dem nächsten Tag fleißig weiter ab. Trotzdem bekam ich innerhalb der ersten sechs Lebenswochen von Felicitas zwei Mal einen Milchstau. Verhärtungen an den Brüsten, warme und schmerzende Stellen, Kopfschmerzen – die Symptome waren typisch. Ich pumpte ab wie eine Wilde, um die Milch wieder zum Fließen zu kriegen. Trotzdem wurde die Milch nach und nach weniger. Wir begannen, mit Aptamil zuzufüttern, damit Felicitas trotzdem satt wurde. Sie verträgt es ganz gut.

Ist Zwiemilch die Lösung?

Mitte April waren wir bei der U3-Untersuchung beim Kinderarzt. Dort wurde Felicitas gewogen und hatte sage und schreibe ein Kilo im Verhältnis zum Entlassungsgewicht aus dem Krankenhaus zugenommen! Die Freude könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen. Natürlich fragte uns der Kinderarzt auch, wie wir Felicitas ernähren. Im Gegensatz zu meiner Gynäkologin, allen Schwestern auf der Wochenbettstation und diverser anderer Menschen hatte er kein Problem mit dem Abpumpen und auch nicht mit dem Zufüttern. In “Fachkreisen” nennt man diese Ernährungsform übrigens Zwiemilch. Es ist überraschend verbreitet und die meisten Kinder vertragen es sehr gut.

Nach der U3 nahm meine Milchmenge weiter ab. Ich weiß nicht, woran es liegt. Ich habe keinen Salbei oder Pfefferminz-Tee oder sowas zu mir genommen. Vielleicht ist es etwas Psychologisches. Das Abpumpen stört mich. Ich fühlte mich zwischenzeitlich extrem fremdbestimmt. Ich wollte wieder, dass mein Körper mir selbst gehört. Die Schwangerschaft war kräftezehrend und auch nach der Entbindung hatte ich nie das Gefühl, selbstbestimmt zu sein. Ich liebe meine Tochter – aber wollte doch zumindest über mich wieder ein Stück weit selbst das Kommando haben. Das Abpumpen selbst ist nicht unangenehm, auch wenn man sich vorkommt, als wäre man eine Kuh an der Melkmaschine. Trotzdem sträubte sich nach und nach alles in mir, weiter zu pumpen. Außerdem ist es, zumindest für mich, schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen: Die Betreuung von Felicitas, der Haushalt hier, die Arbeit (ich bin ja selbstständig und arbeite von zu Hause aus) und das Abpumpen war einfach zu viel für mich. Nach einigen intensiven Gesprächen mit meinem Mann habe ich also beschlossen, dass ich abstille. Ich pumpte also nach und nach immer weniger, und erhöhte die Menge an Pre-Milch, die Felicitas bekommt. Irgendwann wurden die Brüste nicht mehr schwer und es lief auch keine Milch mehr aus. Das Abstillen ging überraschend schnell und einfach. Heute ernähre ich mein Kind nach Bedarf mit Aptamil Pre-Milch und sie verträgt es gut. Sie nimmt gut zu, ist fit und altersgerecht entwickelt. Mehr kann ich mir für sie nun wirklich nicht wünschen.

Außerdem hat Felicitas eine glückliche Mutter, die selbst fit und gut drauf ist. Und das ist, in meinen Augen, mehr Wert als eine gestresste Mutter, die mit der Ernährung der Tochter hadert. Ich selbst bin mit der Flasche groß geworden, mein Mann ebenso. Und ja, Stillen ist gut für das Kind, das möchte ich nicht abstreiten. Aber das Wohlbefinden eines Babys wird nicht zu 100 % von der Ernährung bestimmt. Wenn ein Baby in einer angespannten und unglücklichen Umgebung lebt, ist das für das Wohlergehen wesentlich schlimmer als Pre-Milch! Und ja, das Stillen hilft gegen Allergien. Aber, nur mal ein Fallbeispiel aus meinem persönlichen Umfeld: Ich habe zwei Großcousinen. Sie sind Schwestern. Jede hat einen Sohn. Die Eine hat ihren Sohn ein Jahr gestillt – er hat ganz schlimme Neurodermitis bekommen. Die Andere sagt, dass sie keine Lust auf’s Stillen hatte und deshalb von Anfang an mit Flasche ernährt hat – ihr Sohn hat keine Allergien und ist kerngesund. Ich weiß, dass das nur ein Beispiel ist, aber dennoch. Die Rechnung “Stillen = gesund, Nicht Stillen = Allergien” ist in meinen Augen zu einfach.

Abschließend kann ich sagen, dass das Stillen, so wenig traumatisch die Geburt auch war, für mich keine schöne Erfahrung war. Es tat weh, es hat keine Glücksgefühle ausgelöst. Stattdessen war ich mehr als überglücklich, als Felicitas an der Flasche problemlos trank und dann auch noch sichtbar zunahm. Sie verträgt die Pre-Milch sehr gut und ist weiterhin fit. Inzwischen ist aus meinem kleinen, zerbrechlichen Wesen ein gesundes Kind geworden. Ich bin glücklich und das merkt sie. Und das ist für uns die Hauptsache.

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Patreon für Autoren

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Nähere Informationen findet ihr direkt auf meiner Patreon-Seite unter https://www.patreon.com/Ruhrpottmutti  – ich freue mich, wenn wir uns dort sehen.

Diese sechs Sätze kann ich wirklich nicht mehr hören

Es gibt so Sätze, die hören schwangere Frauen verdammt oft. Meistens sind es Fragen nach dem Befinden, dem Entbindungstermin oder dem Geschlecht des Ungeborenen. Und im Grunde ist dagegen auch gar nichts einzuwenden, zeugen die Fragen doch meist von Interesse an der aktuellen Situation der Schwangeren. Aber es gibt so Sätze, die konnte ich im Verlauf meiner Schwangerschaft einfach nicht mehr hören. Das mag daran gelegen haben, dass ich diese Sätze eindeutig zu oft gehört habe oder daran, dass ich sie einfach unhöflich, dreist oder gar frech fand.
Hier findet ihr jetzt also eine kleine Auswahl an Sätzen, die sich Verwandte, Freunde oder Fremde wirklich gern sparen können!

Du bist schwanger, nicht krank!

Gern in Kombination mit „Stell dich mal nicht so an!“. Beweist zumindest, dass die Person, die das sagt, überhaupt keine Ahnung von Schwangerschaft hat. Wird entsprechend besonders gern von Menschen gesagt, die noch nie schwanger waren, oder bei denen es 30+ Jahre her ist.
Leider haben diese Leute keine Ahnung, dass eine Schwangerschaft kein Zuckerschlecken ist. Es mag sein, dass manche Schwangere noch drei Wochen vor der Geburt herumhüpft wie eine junge Gazelle oder dass sie bisher nur Schwangere kennen gelernt haben, die durchweg fit waren. Vielen geht es aber anders. Mir zum Beispiel wurde vonseiten meiner Ärztin Ruhe verordnet, ich hatte Probleme mit Blutungen, ich hatte höllische Schmerzen in der Symphyse und, übrigens: Drei Kilo zusätzlich im Bauch mit sich herumzutragen schlaucht auf Dauer!

Kann dein Kind sich bitte noch bis Termin XY Zeit lassen? Ich bin krank.

Nein, verdammte Axt!!!
Ja ja, meistens ist das lieb oder zumindest lustig gemeint. Wenn man aber etwa eine Woche vor dem errechneten Entbindungstermin steht, jede Bewegung wehtut, man keine bequeme Schlafposition mehr findet, dann möchte man einfach nur noch, dass das Kind endlich kommt! Und dann ist es der Schwangeren herzlich egal, dass Oma, Tante, Freundin eine Erkältung hat und das Kind nicht sofort knuddeln kann, wenn es denn da ist. Zum Kuscheln bleibt aber auch immer noch genug Zeit, versprochen.

Also, bei mir war das in Woche XY ja so …

Schön für dich! Wenn ich dich aber nicht explizit nach deinen Erfahrungen in Woche XY gefragt habe, dann kannst du diese Info auch echt gern für dich behalten!
Diese Erzählungen sollen im Normalfall ein Erfahrungsaustausch oder hilfreich sein – sind es aber in den wenigsten Fällen. Stattdessen nerven sie, mich zumindest. Dein Bauch war kleiner / größer? Toll, wir haben bestimmt auch ein unterschiedliches Ausgangsgewicht gehabt! Du konntest noch dieses oder jenes tun? Herzlichen Glückwunsch, ich muss aber schon japsen, wenn ich vom Keller zurück in meiner Wohnung im ersten Stock bin.
Sofern meine Ärztin der Meinung ist, dass alle Symptome, die ich habe normal sind und dass es mir und meinem Kind normgerecht gut geht – ist das für mich beruhigend und völlig ausreichend. Dann brauchst du mir nichts Gegenteiliges erzählen, wirklich nicht!

Genieß die Schwangerschaft!

Ein echter Hass-Satz! Und schließt sich direkt an „Du bist schwanger, nicht krank“ an. Vielleicht geht’s mir nicht gut genug, um die Schwangerschaft zu genießen? Vielleicht fühle ich mich wie ein Häufchen Elend und das ist wirklich nichts, was man genießen kann? Darüber denken die Menschen, die diesen 08/15-Standard-Satz sagen, selbstverständlich nicht nach. Sie wollen einfach nur nett sein.
Ein Tipp: Wenn ihr nett sein wollt, dann fragt, ob ihr der Schwangeren bei irgendwas helfen könnt. Ob sie etwas braucht – und sei es nur eine Freundin, ein Stück Kuchen und ein bisschen Quatschen am Sonntag. Das ist viel netter, freundlicher und hilfreicher als dieser nichtssagende Blödsinn.

Ihr braucht auf jeden Fall Ding XY für das Baby!

Ach, brauchen wir? Wer sagt das? Deine Schwangere Bekannte? Der Ratgeber, den du verschlungen hast? Oder deine jahrelange Erfahrung bei der Ausstattung von Babys? Egal, was es ist – es ist Blödsinn. Jedes Elternpaar entscheidet selbstständig, was es für das Baby braucht.
Ich meine, klar, selbstverständlich braucht ein Kind ein Bett. Aber ein Designer-Windeleimer-System, bei dem die Kassetten (die natürlich nur passen, wenn es die originalen sind!) ein halbes Monatsgehalt verschlingen? Oder eine Hightech-Wickelkommode? Oder gar ein fertig zusammenpassendes Kinderzimmer, das das Kind maximal fünf Jahre oder so bewohnt? In meinen Augen alles unnötiger Schnick-Schnack. Nach wie vor. Wickeln kann ich überall (Tipp von meiner Mutter: Am besten auf dem Boden, natürlich von unten schön warm, da kann das Baby auch nicht runter fallen), Windeln wandern in den Müll und gut.
Ein Tipp von mir: Fragt doch einfach, was die Eltern brauchen, wollen oder sich wünschen. Bittedanke.

Wie, ihr kennt das Geschlecht nicht?! Also, ICH würde ja verrückt werden!

Tja, dann viel Spaß dabei. Was soll ich denn machen, wenn mein Baby mich einfach nicht gucken lassen will? Ich kann das Kind ja schlecht dazu zwingen, mir sein Geschlecht zu verraten…
Außerdem: Kennt irgendjemand eine Schwangere oder Mutter, die das Kind umgetauscht hätte, wenn es das vermeintlich „falsche“ Geschlecht gehabt hätte? Seht ihr, ich auch nicht. Es kommt doch am Ende auch nicht darauf an, ob das Kind nun ein Mädchen oder ein Junge ist, zwei X-Chromosomen oder ein X- und ein Y-Chromosom hat. Sondern darauf, dass es gesund und sicher zur Welt kommt, dass es dem Kind gut geht und dass es glücklich ist. Zumindest mir war das immer wichtiger als das Geschlecht. Und: Verrückt geworden bin ich auch nicht.

Meine liebsten Podcasts

Podcasts überfluten derzeit das Internet. Jeder und sein Hund nimmt sich beim Reden auf und stellt das ganze online, zum Beispiel auf Soundcloud oder Spotify zur Verfügung. Und nein, ich habe nicht vor, mich in nächster Zeit in diese Riege einzureihen. Stattdessen möchte ich euch im folgenden ein paar sinnvolle, sinnlose, dabei aber immer unterhaltsame Podcasts vorstellen, die ich sehr gerne höre.

Lästerschwestern.
Was wie ein Spitzname oder Schimpfwort aus den Neunzigern klingt, ist in Wahrheit der Podcast von David Hain und Robin Blase. Die beiden sind dem Einen oder Anderen vielleicht von YouTube als BeHaind bzw. RobBubble ein Begriff. In ihrem gemeinsamen Podcast, den man unter anderem kostenfrei auf Soundcloud hören kann, diskutieren sie aktuelle Themen aus der Welt von YouTube, Social Media, über Filme und Games lästern gelegentlich über Personen und Dinge, die es selbstverständlich nicht anders verdient haben. 😉
Die beiden glänzen dabei durch eine starke und klare Meinung (die auch mal unterschiedlich ist!) und durch fundiertes Wissen (was ja heute im Internet auch nicht mehr so häufig zu finden ist). Bis jetzt sind bereits zehn Folgen ihres Podcasts online und es geht etwa wöchentlich weiter. Und wenn sich genug Interessierte finden, gehen die beiden in Zukunft vielleicht sogar auf eine Live-Tour, auf der man nicht nur zuschauen und zuhören kann, sondern sogar selbst mitdiskutieren darf!

Meme Girls.
So gehaltvoll der Lästerschwestern-Podcast ist, so sinnlos ist der Meme Girls-Podcast. Hier quatschen Lena und Lea, zwei Freundinnen und Mitbewohnerinnen aus Berlin über das Leben, das Internet und alles, was sie sonst noch interessiert. Dabei folgen sie selten einem roten Faden und schon gar keinem Konzept. Im Grunde lauscht man also einfach zwei Freundinnen, die quatschen. Was irgendwie unfassbar langweilig klingt, hat mir schon so manche Stunde versüßt. Es geht um die Anfänge des Internets (die Mädels hatten Foren, Blogs und haben schon allerlei Unsinn getrieben!) und jedes Kind der Neunziger wird sich in ihren Geschichten wiederfinden. Lena ist übrigens auch auf YouTube aktiv und hat eine treue Follower-Schaft, unter Lenaturnsgreen (eine Anspielung auf ihren Nachnamen „Grün“) macht sie witzige Videos und wahnsinnig coole Sims-Let’s Plays.
Der Podcast ist auch kostenlos auf Soundcloud zu finden, er erscheint aber leider nicht so regelmäßig, wie ich persönlich mir das wünschen würde. Trotzdem kann der geneigte Zuhörer sich bisher bereits zehn Folgen anhören. Und wer dann noch nicht genug hat, dem empfehlen Lena und Lea in ihrem Podcast weitere Podcasts, die sie gern anhören. Eine Win-Win-Situation also!

Lauwarmduscher.
Was erstmal ziemlich bekloppt klingt, ist der Podcast von Marti Fischer und Steven Schuto. Die beiden sind den meisten wahrscheinlich auch von den YouTube-Kanälen The Clavinover und SpaceFrogs bzw. SpaceRadio geläufig. Auf Martis Soundcloud-Profil kann man bisher fünf Folgen ihres gemeinsamen Podcast-Projekts finden – und dort wird auch der seltsame Name „erklärt“.
Auch hier hört man im Großen und Ganzen zwei Freunden beim quatschen zu. Allerdings versuchen die beiden, sich für jede Folge einen roten Faden, ein Thema auszusuchen und sich dann auch noch daran zu halten. Wobei die Betonung hier eindeutig auf „versuchen“ liegt. Aber trotzdem macht der Podcast einfach großen Spaß. Leider kam dort bereits seit etwa einem Monat keine neue Folge. Ich hoffe aber trotzdem noch, dass es irgendwann weitergeht.

Das kleine Fernsehballett.
Ein langer Name für einen Podcast. Und dieser letzte Podcast ist auch nicht so easy auf Soundcloud oder so zu finden – sondern ein „Deezer Original“. Das kleine Fernsehballett ist der Podcast von Sarah Kuttner (kennt man vielleicht noch aus dem Fernsehen) und Stefan Niggemeier (arbeitet unter anderem für übermedien und ist mit Sarah privat befreundet). Die beiden gucken für den Podcast Serien, Filme, Shows und besprechen diese dann inkl. subjektiver Meinung in der wöchentliche Folge. Dazu kommen Gäste (bisher waren unter anderem Bastian Pastewka, Jürgen von der Lippe und Christian Ulmen da) und sie geben einander alle zwei Wochen „Hausaufgaben“ auf (ein Programm, das geschaut werden und dann besprochen werden muss). Es ist herrlich böse, herrlich lustig und manchmal wirklich interessant.
Im Moment läuft die dritte Staffel vom kleinen Fernsehballett wöchentlich, immer dienstags, auf Deezer. Wer also noch nie von diesem Podcast gehört hat, kann die ersten beiden Staffeln entspannt binge-hören und dann bei der dritten einsteigen. Viel Spaß!

Kennt ihr noch spannende, lustige, sinnvolle, sinnlose Podcasts, die ich mir unbedingt anhören muss? Ich würde mich über Empfehlungen freuen!

Der große Geburtsbericht

Endlich ist er da, der große Geburtsbericht zur Entbindung meiner Tochter. Der errechnete Entbindungstermin sollte ja Donnerstag, der 15. Februar 2018 sein – und seit dem 1. Februar wartete ich sehnsüchtig darauf, dass es endlich losging. Das hatte vor allem damit zu tun, dass ich gerade in den letzten Tagen und Wochen meiner Schwangerschaft starke Schmerzen im Rücken und Becken hatte, allein nicht mehr vor die Tür kam und auch so viel Zeit allein im Bett verbrachte – der Lieblingsmann musste schließlich arbeiten und hatte auch andere Termine.

Dann kam Sonntag, der 11. Februar 2018. Ich hatte den ganzen Tag immer mal wieder so ein Ziehen im Bauch. Keine richtigen Wehen, es fühlte sich eher an wie Senkwehen. Diese hatte ich in den vergangenen Wochen auch schon immer mal wieder gehabt und dachte mir nicht viel dabei. Trotzdem packte der Lieblingsmann vorsichtshalber ein paar Sachen in seine Kliniktasche (wir wollten gern – nach Möglichkeit – ein Familienzimmer im Krankenhaus, aber dazu später mehr). Von 20:00 bis 23:00 Uhr schlief ich dann wie ein Murmeltier – und danach für Stunden gar nicht mehr. Ich fühlte mich merkwürdig, hatte aber die Hoffnung, dass die Geburt vor dem errechneten Termin losgehen würde, schon längst aufgegeben. Ich las online Geburtsberichte anderer Frauen, surfte auf Pinterest nach Tipps für’s Wochenbett und versuchte herauszufinden, wie sich Wehen anfühlen. Gegen drei Uhr morgens schlief ich endlich erschöpft ein, nicht ahnend, dass es der letzte Schlaf vor der Geburt sein sollte.

Schatz, das ist keine Übung! Ich glaube, die Fruchtblase ist geplatzt!

SSW 39 + 4: Montag, 12. Februar 2018, 4:30 Uhr.
Ich wache auf, weil ich das Gefühl habe, dass ich extrem starken Ausfluss habe (oder aber seit neuestem inkontinent bin). Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich dringend zur Toilette muss. Das kenne ich schon. Und meistens kann ich trotzdem noch ein paar Stunden schlafen, bevor ich WIRKLICH zur Toilette muss. Ich denke mir also, dass ich mich einfach nochmal auf die andere Seite drehe und wenn ich dann immer noch so doll muss, kann ich ja immer noch aufstehen. Ich drehe mich also um, liege nun mit dem Gesicht zum Lieblingsmann. Und merke plötzlich, wie mir eine Flüssigkeit die Beine hinabläuft (nein, kein Urin). Sofort ist mit klar: Die Fruchtblase ist geplatzt!
Beherzt klopfe ich dem Lieblingsmann mit der flachen Hand auf die Schulter und brülle ihn praktisch an: „Schatz, das ist keine Übung! Ich glaube, die Fruchtblase ist geplatzt!“ Gott sei Dank schaltet er generell schnell und so ist er sofort wach und macht Licht. Er sieht mich an, springt auf und bringt mir dann sofort ein Handtuch, auf das ich mich draufrolle. Ich merke, wie ich bei jeder Bewegung Flüssigkeit verliere. Und außerdem merke ich, dass ich immer noch zur Toilette muss. Ich informiere den Lieblingsmann darüber und stehe auf. Sofort läuft es wieder. Die Pfütze auf dem Boden ignoriere ich und sprinte ins Bad, wo ich mich erleichtert geradezu auf die Toilette fallen lasse. Der Lieblingsmann wischt in der Zeit die Pfütze auf, bringt mir einen frischen Slip und packt noch ein paar Sachen zusammen. „Willst du jetzt gleich ins Krankenhaus fahren?“, fragt er mich. „Wir müssen“, antworte ich. „Wenn das wirklich die Fruchtblase war, und davon gehe ich aus, dann muss ich untersucht werden und die werden mich höchstwahrscheinlich dabehalten.“ Kennt man ja – geplatzte Fruchtblase, Infektionsrisiko, Antibiotika-Therapie usw. usf.
Er nickt, ruft seine Eltern an (wir müssen dort noch etwas vorbei bringen, bevor wir zum Krankenhaus durchstarten können) und überlässt mich wieder dem Flüssigkeitsverlust.
Als ich aufstehe, fließt es schon wieder. Und es wird so schnell nicht aufhören, aber das weiß ich da Gott sei Dank noch nicht. Ich packe noch ein paar absolute Notwendigkeiten (Handy, Ladekabel, …) ein und ziehe mir eine Jogginghose an. Für ordentliche Klamotten bin ich definitiv nicht in Stimmung. Nun noch Schuhe und Jacke und endlich geht es los. Mit zwei großen Taschen, einer Handtasche, einem Koffer mit Werkzeug, einer Wasserwaage und ein paar Zetteln bewaffnet gehen wir zum Auto und fahren endlich, endlich los. Während ich still sitze läuft zumindest nichts. Und Schmerzen habe ich auch keine. Die Kleine ist ebenfalls ruhig. Wir halten kurz bei seinen Eltern, er gibt die Sachen ab und los geht’s zum Krankenhaus.

SSW 39 + 4: Montag, 12. Februar 2018, 5:20 Uhr.
Ankunft am Kreißsaal. Man erwartet uns schon, da der Lieblingsmann uns an der Notaufnahme angekündigt hat. „Warum platzen denn ausgerechnet heute euch allen die Fruchtblasen?“, fragt die freundliche Hebamme. „Wahrscheinlich, weil Karneval ist!“, scherze ich. Da ich noch keine Wehen habe, bin ich gelassen. Sie nimmt meinen Mutterpass und die Versichertenkarte entgegen und verkündet dann die schlimme Botschaft: „Ich habe keine Ahnung, wo ich euch hinsetzen soll, denn es ist alles voll!“ Das schockiert mich. Angeblich sollen hier pro Tag etwa drei Kinder zur Welt kommen. In den nächsten drei Tagen sollen es insgesamt 21 werden. Und das bei drei Kreißsälen auf der Station.
Wir werden übergangsweise ins Badezimmer einquartiert. Langsam bekomme ich ein paar Kreislaufprobleme und Rückenschmerzen, weil ich so lange stehe. Sitzen geht aber auch nicht so richtig gut. Mist. Außerdem läuft immer noch Fruchtwasser aus mir raus. Der Lieblingsmann geht kurz meine Kliniktasche und ein paar Snacks besorgen (wer weiß, wie lange wir hier warten müssen) und in der Zeit werde ich von einer freundlichen Ärztin zur Ultraschalluntersuchung abgeholt. Das Baby liegt nach wie vor mit dem Kopf nach unten, es wiegt etwa 3400 Gramm und es ist angeblich noch sehr viel Fruchtwasser da (Und was habe ich dann gerade wie eine Blöde verloren?!). Ich darf zurück in den Kreißsaal und in einen anderen Raum. Hier bekomme ich gleich mein erstes von gefühlt 100 CTGs vor der Entbindung.
Bis das CTG losgeht ist es 6:00 Uhr morgens. Ich liege auf der Seite und schlafe fast ein – aber wirklich nur fast, denn langsam merke ich, dass ich Wehen habe. Sie sind noch nicht besonders schmerzhaft und die Abstände sind auch noch sehr groß, aber sie sind da. Sie fühlen sich ähnlich an wie Menstruationsschmerzen: Ein Ziehen im Unterleib und unteren Rücken in Richtung der Symphyse und der Oberschenkel. Nach dem CTG darf ich endlich auf die Toilette gehen und meinen durchweichten Slip gegen ein Netzhöschen (super-sexy, ich schwör’s euch!) und eine Vorlage tauschen. Dann macht eine andere nette Hebamme (die Nachtschicht hat Feierabend, die Frühschicht ist da) die Vaginaluntersuchung. Zuerst mit den Händen (AUA!) und dann, weil das Ergebnis bzgl. Fruchtwasseraustritt nicht eindeutig ist, nochmal mit einem Teststäbchen. Dieses zeigt dann eindeutig an: Fruchtwasser. Das heißt, ich darf dableiben – auch wenn es so früh morgens noch kein Bett für mich gibt. Stattdessen darf ich noch eine Weile im Kreißsaal bleiben und der Lieblingsmann darf mir auf Station Frühstück besorgen.
Warum erst der zweite Test das Fruchtwasser angezeigt hat? Es wird vermutet, dass die Blase nicht wie eine Seifenblase geplatzt ist, sondern relativ weit oben einen Riss bekommen hat (die Lütte hat wohl ein bisschen sehr feste zugetreten), sodass immer nur ein bisschen Wasser auf einmal ausgetreten ist und keine wasserfallartigen Mengen.
Eine Hebamme erklärt mir nun das weitere Vorgehen:
Ich werde einen Zugang bekommen und dann darf ich mittags (gegen halb zwölf) nochmal zum CTG antanzen. Wenn das Baby innerhalb von 18 Stunden nach dem Blasensprung nicht da ist, bekomme ich ein Antibiotikum. Wenn ich innerhalb von 24 Stunden seit dem Blasensprung keine ordentlichen Wehen habe, wird die Geburt eingeleitet. Das heißt, dass ich spätestens morgen Mutter bin. Die Hebamme vermutet aber, dass das Kind wohl noch heute kommen wird.
Dann kommt noch eine freundliche Ärztin, legt mir den Zugang und ich werde auf Station geschickt. Dort gibt es zwar noch kein Bett für mich, aber ich kann meine Sachen abgeben und in Ruhe zu Ende frühstücken. Wobei „zu Ende frühstücken“ relativ ist, denn mein Appetit hält sich in Grenzen.

Langsam frage ich mich, wie lange diese Geburt wohl noch dauern wird. Wenn ich nur wüsste…

SSW 39 + 4: Montag, 12. Februar 2018, 11:30 Uhr.
Nachdem ich auf Station ein Bett bekommen habe, laufe ich mit dem Lieblingsmann Runde um Runde über die Etage, um die Wehen weiter in Gang zu bringen. Sie werden langsam schmerzhafter und kommen auch in immer kleineren Abständen. Jede Frau, die mir auf meinen immer gleichen Runden entgegen kommt, schenkt mir einen mitleidigen Blick. Wissen die alle, wie Wehen sind? Oder glauben sie nur, dass ich starke Schmerzen habe?
Um 11:30 Uhr melde ich mich wieder im Kreißsaal für das nächste CTG – nur, um direkt wieder weggeschickt zu werden. Gerade ist nämlich kein Raum frei. Ich soll in einer halben Stunde wiederkommen. Das tue ich und dann wird das zweite CTG geschrieben. Es zeigt eindeutig Wehen an, die aber noch sehr unregelmäßig sind. Die Hebamme, die gleich Feierabend hat, ist aber überzeugt: Ich werde definitiv heute noch Mama. Wie Unrecht sie doch haben würde. Ich werde für 15:00 Uhr nochmal zum CTG einbestellt.
Zurück auf Station gibt es Mittagessen und ich versuche, wenigstens ein bisschen zu essen. Nochmal Kraft tanken. Die Schmerzen werden langsam heftiger. Im Liegen tut mir der Rücken nach wenigen Sekunden so weh, dass ich mich aufsetzen muss, um nicht durchzudrehen. Ich versuche, mich dennoch so gut es geht auszuruhen. Dann gehen der Lieblingsmann und ich noch ein wenig auf dem Flur spazieren, auch weil das wesentlich angenehmer als Liegen oder Sitzen ist. Die Wehen werden schlimmer und ich frage mich, wie lange diese Geburt wohl noch dauern wird. Wenn ich wüsste…

SSW 39 + 4: Montag, 12. Februar 2018, 15:00 Uhr.
Ich bekomme das dritte CTG. Im Sitzen, weil Liegen nicht mehr geht. Dieses ist das erste CTG, das nicht ganz so toll aussieht. Die Herztöne des Babys sacken bei den Wehen ab. Nicht sehr dramatisch, der niedrigste Wert ist bei 105, aber die Hebamme aus der Spätschicht ist trotzdem leicht besorgt. Sie will mich zwingen, mich hinzulegen für noch ein CTG. Ich weigere mich. Also muss ein zweites CTG im Stehen gemacht werden. Sehr richtig, ich darf jetzt eine gute Dreiviertelstunde rumstehen. Der Lieblingsmann steht mir zur Seite und lässt mich die Wehenschmerzen an seinem Arm verarbeiten. Ich bin sehr froh, dass er da ist. Im Stehen sieht das CTG auch wesentlich besser aus, das bestätigt mir die Gynäkologin, die zu Rate gezogen wird.
An diesem Punkt frage ich erstmals nach einem Schmerzmittel. Die Wehen sind bei Abständen von etwa 6 Minuten und tun echt weh. Ich habe Hoffnung, dass mit einem Schmerzmittel wenigstens die anhaltenden Schmerzen im Rücken besser werden. Ich bekomme zwei Zäpfchen und die Ansage, dass ich um 18:30 Uhr (also in zwei Stunden) wiederkommen soll.
Ich kehre zurück auf Station, wo meine Zimmernachbarin inzwischen angekommen ist. Die Station ist nämlich so voll, dass ein Familienzimmer derzeit utopisch ist. Wir stehen aber auf einer Warteliste, falls irgendwas frei wird. Sie, also die Bettnachbarin, hatte einen geplanten Kaiserschnitt und hat ihren Sohn dabei. Und insgesamt vier Besucher, von denen zwei auf meinem Bett sitzen! Ich habe ja wirklich kein Problem damit, wenn Leute im Krankenhaus Besuch bekommen, auch viele Leute auf einmal stören mich nicht. Aber wenn diese Leute auf meinem Bett sitzen, hört der Spaß auf!!! Da ich aber starke Schmerzen habe und die Leute sofort aufstehen, als ich das Zimmer betrete, sage ich nichts, sondern setze mich ins Bett. Nach einer halben Stunde verabschiedet der Besuch sich und um 18:00 Uhr komme ich endlich dazu, meine Zäpfchen zu nehmen, die die Rückenschmerzen tatsächlich schlagartig lindern. Ich komme endlich etwas zur Ruhe.

SSW 39 + 4: Montag, 12. Februar 2018, 18:30 Uhr.
Ich stehe wieder mal vor den Türen des Kreißsaals – und werde abermals weggeschickt. Alle Räume sind voll, ich soll in einer halben Stunde wiederkommen. Das bin ich inzwischen gewohnt und so drehe ich noch eine Runde, trinke was und komme dann zurück. Dass ich den Kreißsaal vor der Geburt nicht mehr verlassen werden, weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Was in den nächsten drei Stunden auf mich zukommen wird, auch nicht. Zum Glück, sonst wäre ich vielleicht schreiend davongerannt. Aber mal von Anfang an.
Ich verkünde der Hebamme um 19:00 Uhr, dass wir dieses CTG im Liegen machen können, da die Zäpfchen gut geholfen haben. Sie freut sich und schließt mich an. Ich darf meinem Mann während der Wehen wieder die Hand zerquetschen. Während des CTGs achten wir selbst auf die Herztöne des Kindes. Dann passiert es das erste Mal: Ich habe eine Wehe, sie ist fast vorbei und tut plötzlich doch wieder weh. Gleichzeitig höre ich, dass die Herztöne des Kindes extrem schwach werden. Ein Blick auf den Monitor: 48 Schläge. Viel zu niedrig! Panisch sage ich zum Lieblingsmann „Geh Bescheid sagen!“ Er ist ähnlich panisch wie ich und schon auf dem Sprung nach draußen. Dass die Herztöne bei 48 wären, ruft er den Hebammen zu. Dann geht alles ganz schnell. Zwei Hebammen und die Chefärztin stürmen herein. Ich soll mich auf die andere Seite drehen. Dann auf den Rücken. In meinen Zugang bekomme ich ein wehenhemmendes Mittel gespritzt. „Das geht auf’s Herz, Sie werden also gleich unkontrolliert anfangen zu zittern. Aber geraten Sie nicht in Panik, das ist normal“, erklärt die Hebamme mir, während sie spritzt. Zeitgleich zerrt mich die andere Hebamme aus meinen Hosen. Ich soll die Beine breit machen. Kaum komme ich dieser Aufforderung nach, tastet die Chefärztin nach meinem Muttermund. Es tut verdammt weh. Nach wenigen Sekunden ist alles vorbei. Ich zittere unkontrolliert und versuche, ruhig zu atmen. Die Hebamme, die mir den Wehenhemmer gegeben hat, sucht mit dem CTG die Herztöne des Kindes, die sich beruhigt haben. Mein Puls wird gegengecheckt. Es ist alles gut.
„Der Muttermund ist bei drei Zentimetern“, erklärt die Ärztin. „Und das Köpfchen steckte schon im Muttermund. Ich habe es zurückgeschoben.“ Das erklärt in meine Augen zumindest die höllischen Schmerzen. Die drei verlassen den Raum. Ich liege auf dem Sofa, zitternd. Langsam beruhige ich mich. Ich sehe den Lieblingsmann an. „Es ist alles okay“, flüstere ich. Doch auch er muss sich zunächst beruhigen. Ich merke, wie der Wehenhemmer nachlässt und die Wehen langsam zurückkehren. Einige Wehen lang ist alles in Ordnung, wie vorher.
Dann passiert es wieder. Die Herztöne sacken auf 50 ab, der Lieblingsmann gibt Bescheid. Eine andere Ärztin und zwei Hebammen aus der Nachtschicht kommen und die Prozedur geht von vorne los. Wehenhemmer, Tastuntersuchung, Zittern. Wieder wird alles gut. Danach erklärt die Hebamme mir, dass ich über Nacht im Kreißsaal bleiben werde. Ich bleibe noch eine Weile am CTG, die Wehen werden weniger und ich kann mich etwas ausruhen. Ich frage eine Hebamme, wie es weitergeht, wenn diese Zwischenfälle weiterhin auftreten. Sie erklärt mir, dass das durchaus ein paar Mal passieren kann, dass es aber auch Fälle gibt, in denen am Ende nur noch die Option Kaiserschnitt steht. Weil diese so genannte Bradykardie irgendwann gefährlich für das Baby werden kann. Sorgen mache ich mir an diesem Punkt keine. Ich gehe davon aus, dass ich in guten Händen bin.
In der Zwischenzeit wird von der Station mein Bett gebracht und ich in einen anderen Raum verlegt, in dem wir die Nacht verbringen dürfen. Der Lieblingsmann hätte auch die Option, nach Hause zu fahren, das will er aber nicht. Ich bin dankbar, dass er bleibt.

SSW 39 + 5: Dienstag, 13. Februar 2018, 00:30 Uhr.
Ich bekomme das erste Mal ein Antibiotikum, da das Baby immer noch nicht da ist. Dann darf ich schlafen. Ich schlafe überraschend gut, bekomme die Wehen nur im Halbschlaf mit und auch der Lieblingsmann kommt endlich zur Ruhe.

SSW 39 + 5: Dienstag, 13. Februar 2018, 4:30 Uhr.
Der Blasensprung ist nun 24 Stunden her. Ich werde von einer Hebamme geweckt, die nach meinem Befinden fragt. Es geht mir überraschend gut. Ich komme wieder ans CTG, darf dabei aber in meinem eigenen Bett liegen bleiben. Das weitere Vorgehen wird mir nun erklärt.
Die Chefärztin ist wohl die ganze Nacht da geblieben, weil nicht klar war, wie es mit mir weitergehen würde. Sie hat angeordnet, dass ich einen Wehentropf bekommen soll, damit die Geburt jetzt endlich richtig losgeht. Ich darf mich vorher noch frisch machen, mir die Zähne putzen und so und der Lieblingsmann darf frühstücken. Ich nicht, da ja immer noch nicht klar ist, ob nicht doch noch ein Kaiserschnitt gemacht werden muss. Zugegebenermaßen habe ich aber auch keinen Hunger, sondern nur einen verdammt trockenen Mund. Trinken darf ich. Nachdem ich im Bad war, werde ich noch einmal untersucht, der Muttermund ist bei 4 cm, dann bekomme ich den Wehentropf angehängt. Ich merke schon nach wenigen Minuten eine Veränderung in den Wehen. Sie werden wieder heftiger, schmerzhafter und auch häufiger. Langsam kommen auch die Rückenschmerzen vom Vortag wieder.
Während ich in einen richtigen Kreißsaal verlegt werde, frage ich, ob es etwas gibt, das ich gegen die Schmerzen bekommen kann. Ich werde über eine PDA aufgeklärt und bekomme parallel intravenös etwas, das die Schmerzen zumindest kurzzeitig lindert. Was ich noch nicht weiß: Jetzt geht der heftige, der fiese Teil dieser Geburt los. Die folgenden Dinge kann ich zeitlich leider nicht mehr genau einordnen.

Das Baby muss jetzt endlich geholt werden. Unter Vollnarkose.

Im Kreißsaal habe ich wieder starke Rückenschmerzen. Ich kann kaum liegen, die Wehen wegzuatmen wird immer schwieriger. Was einem vorher nämlich niemand sagt: Eingeleitete Wehen sind wesentlich schlimmer als natürliche Wehen. Sie sind mechanisch, sie tun ganz anders weh, sie kommen nicht wirklich in Wellen. Ich möchte die PDA. Die Hebamme ruft bei der Anästhesie an und kurz darauf kommen zwei sehr nette Menschen, die mir in aller Ruhe erklären, wie eine PDA funktioniert. Dann soll ich mich auf die Bettkante setzen und bekomme die Nadel in den Rücken. Und was soll ich sagen? Schön ist anders. Die Rückenschmerzen und die Wehenschmerzen bringen mich zum Weinen und Schreien, die Nadel im Rücken tut dagegen nicht weh. Das rechte Bein schmerzt und ich bin dankbar, als ich mich endlich wieder hinlegen darf. Die Rückenschmerzen werden unerträglich. Die PDA sorgt aber wenigstens dafür, dass die Wehen wieder aushaltbarer werden. Ich frage, ob ich aufstehen darf, um die Rückenschmerzen vielleicht etwas zu lindern. Die Hebamme der Frühschicht stimmt zu. Ich setze mich auf die Bettkante und versuche, aufzustehen. Das linke Bein spielt mit, nur das rechte leider nicht. Ich habe das Gefühl, in ein Loch zu treten und sitze plötzlich auf dem Boden. Zwei Hebammen, ein Pfleger und der Lieblingsmann heben mich wieder auf das Bett. Ich darf ab sofort nicht mehr aufstehen. Gegen die Rückenschmerzen soll der Lieblingsmann mich massieren. Ich schreie ihn an, dass er die Finger wegnehmen soll. Dann bekomme ich ein warmes Kirschkernkissen auf den Rücken. Es ist zu heiß und muss auch weg.
Jetzt ist der Moment gekommen, an dem ich das Gefühl habe, dass ich es nicht schaffe. Dass ich nicht mehr kann, dass ich keine Chance habe, diese Geburt auf natürlichem Wege über die Bühne zu bringen. Die nächsten Momente nehme ich nur verschwommen wahr. Ich werde nochmal untersucht, der Muttermund ist immer noch bei vier Zentimetern. Plötzlich ist da eine neue Ärztin und spritzt mir etwas. Der Wehentropf wird abgeklemmt. Ich soll mich auf die andere Seite drehen, dort sitzt mein Mann. Die Ärztin erklärt mir, was gerade passiert ist: Die Herztöne des Babys sind wieder extrem gesunken während einer Wehe. Der Wehentropf ist weg und ich habe wieder den Wehenhemmer bekommen, der mich Zittern lässt. Erst jetzt nehme ich das Zittern wirklich wahr. Ich sage der Ärztin, dass ich nicht glaube, dass ich es auf natürlichem Wege schaffe. Sie ist sehr verständnisvoll. Sie hat sich mit der Chefärztin besprochen und beide sind für einen Kaiserschnitt. Trotzdem erläutert sie mir im Folgenden zwei Optionen:
1. Der Kaiserschnitt. Entweder wird die PDA aufgespritzt oder eine Spinalanästhesie gemacht. Dann darf der Lieblingsmann dabei sein, wenn das Kind geholt wird. Ich kann den ersten Schrei hören und das Baby sofort sehen. Dann werde ich zugenäht. Falls das mit den örtlichen Betäubungen nicht funktioniert, kann auch eine Narkose gemacht werden, dann darf der Lieblingsmann nicht dabei sein.
2. Wir versuchen es weiter auf natürlichem Weg. Dann würde der Wehentropf wieder angeklemmt werden und meinem Baby würde in den nächsten Stunden alle 30 Minuten mit einer Nadel aus dem Kopf (durch meine Vagina!) Blut abgenommen werden, um Hirnschäden durch die Bradykardie auszuschließen. Da der Muttermund aber erst bei vier Zentimetern ist, kann mir die Ärztin nicht garantieren, dass das Blutabnehmen klappt. Es ist außerdem nicht auszuschließen, dass trotzdem ein Kaiserschnitt gemacht werden muss. Denn es kann sein, dass das Baby nicht durch mein Becken passt, weil ich übergewichtig bin und sich eben auch am Becken Fett anlagert. Und es kann sein, dass die Nabelschnur sich zum Beispiel um den Arm geschlungen hat und die Geburt deshalb nicht weitergeht. Außerdem ist der Muttermund 30 Stunden nach dem Blasensprung erst vier Zentimeter eröffnet. Das spricht für einen Geburtsstillstand.
Kurz und gut: Sie würde mir zu einem Kaiserschnitt raten. Ich erkläre ihr, dass mir immer nur wichtig war, dass das Baby sicher zur Welt kommt und stimme dem Kaiserschnitt zu. Sie ruft in der Anästhesie an und veranlasst alles Nötige.

Mit Hilfe eines Pflegers robbe ich nun vom Kreißsaal-Bett auf mein Bett. Ich darf noch einen Moment entspannen, bis die Anästhesistin kommt. Sie fragt, ob die PDA geholfen hat. Ich bejahe. Sie plant, die PDA aufzuspritzen und erklärt mir derweil, wie sich ein Kaiserschnitt anfühlt. Dann muss ich mich vorerst vom Lieblingsmann verabschieden und werde in den Vorraum des OPs geschoben. Hier werde ich vom Bett auf den OP-Tisch verlagert und es wuseln gefühlt 20 Leute um mich rum. Ich bekomme einen zweiten Zugang gelegt, der andere Arm bekommt eine Blutdruckmanschette an den Oberarm und das Ding, mit dem man den Sauerstoffgehalt im Blut misst, an den Finger. Außerdem wird mir eine Sauerstoffmaske aufgesetzt. Ich soll ruhig weiteratmen. Während ich vorbereitet werde, erklären mir die Leute immer mal wieder, was sie tun. Gleichzeitig spritzt ein Anästhesist meine PDA weiter auf. Dann passieren zwei Dinge, die mir etwas Angst machen:
1. Jemand sagt: „Sie bekommen jetzt einen Blasenkatheter, das spüren Sie zwar, es tut aber nicht weh.“ Ich spüre, wie er den Katheter einführt und – es tut weh! Ich beschwere mich, dass es wehtut. „Das dürfte es eigentlich nicht…“, erklärt der Mann, der den Katheter legt. Der Anästhesist spritzt die PDA nochmal auf.
2. Jemand piekt mich am Bauch. Ich sage mehrfach „aua“. Dann fragt mich eine Frauenstimme, ob ich das Pieksen gespürt habe. Ja, habe ich.

Einige Sekunden später steht eine Frau neben mir. Sie beugt sich über mich und erklärt mir, dass die PDA nicht so wirkt, wie sie soll. Da ich aber schon so viel Betäubungsmittel in mir habe, kann jetzt nur noch eine Vollnarkose gemacht werden. Und das Baby muss jetzt endlich geholt werden. Ich mache mir, überraschenderweise, wieder keine Sorgen und sage so etwas wie „okay, Hauptsache, das Baby kommt sicher zur Welt.“ Der Anästhesist weist mich an, ruhig weiter zu atmen.

Das Nächste, an das ich mich erinnere, ist, dass ich in meinem Bett aufwache und mein Baby höre. Der Lieblingsmann hält dieses kleine, in ein Mulltuch gewickelte Bündel im Arm und es schreit. Sofort breche ich vor Rührung und völlig überwältigt in Tränen aus. Das ist mein Baby! Es ist auf der Welt! Und es scheint alles gut zu sein! Die Hebamme fragt, warum ich weine, ob ich Schmerzen habe. Ich versuche, ihr zu sagen, dass ich zwar Schmerzen habe, dass ich aber weine, weil ich so überwältigt bin. Der Lieblingsmann wird mir später erzählen, dass nur Bruchstücke aus meinem Mund kamen und er kurze Zeit Angst hatte, dass ich das Baby nicht liebe oder mich nicht freue oder so etwas. Irgendwann komme ich zu Atem und kann erklären, dass ich überwältigt bin.
Die Hebamme möchte mir die Kleine auf die Brust legen, doch ich verlange zunächst nach einem Schmerzmittel, da mir beim Atmen der Bauch unfassbar wehtut. Ich bekomme ibuprofen über einen Tropf und dann die kleine Maus das erste Mal auf die nackte Brust. Es ist wunderschön, ich weine schon wieder. Da ist sie, meine kleine Felicitas.

Der Lieblingsmann wird mir später erzählen, dass er schon vorbereitet und umgezogen war und dann wieder weggeschickt wurde, da ich ja unter Vollnarkose entbinden musste. Ihm wurde geraten, dass er in die Cafeteria gehen solle, da die OP mindestens eine Stunde dauern würde.
Er blieb zunächst im Kreißsaal und wollte knapp zehn Minuten später ein bisschen frische Luft schnappen. Doch noch während er sich anzog kam eine Hebamme herein und legte ihm unsere Tochter in den Arm. Bis ich aus dem OP zurück war, dauerte es zwar noch eine knappe Stunde, aber er konnte die Kleine so schon mal kennen lernen. Im Nachhinein ist er natürlich nur froh, dass er nicht einfach weggegangen ist.

Felicitas wurde am Dienstag, den 13. Februar 2018 bei SSW 39 + 5 um 12:09 Uhr geboren. Sie hatte ein Geburtsgewicht von 3150 Gramm und war genau 50 cm groß. Die Ärztin hatte sich also am Vortag beim Ultraschall um knappe 300 Gramm vermessen. Felicitas hatte außerdem die Nabelschnur um den Oberarm und ihr Handgelenk geschlungen, eine natürliche Geburt hätte also vermutlich eh nicht stattfinden können. Im Nachhinein kann ich also sagen, dass wir alles richtig gemacht haben. Von daher empfand ich meine Entbindung auch nicht als traumatisches Erlebnis. Ich bin so froh, dass die Kleine gesund auf die Welt kam, sodass mir die Strapazen, Schmerzen und Schwierigkeiten im Vorfeld herzlich egal sind. Und dank der guten medizinischen Versorgung im Krankenhaus konnten wir vier Tage später eine gesunde und putzmuntere kleine Dame mit nach Hause nehmen.

Alles neu macht der März?!

Hallo ihr Lieben und Willkommen auf meinem neuen Blog!

Auf meinem neuen Blog? Ja. Einige von euch kennen mich vielleicht von meinem alten Blog, dem Ruhrpottblog. Und wer dort mitgelesen hat, der weiß, dass ich dort seit einiger Zeit inaktiv war. Das hatte zunächst mit meiner Schwangerschaft zu tun und damit, dass ich offline einfach unendlich viel zu tun hatte. Ich arbeite, studiere, war schwanger und versuche, ein Privatleben zu haben. Da ist das Bloggen leider hinten runtergefallen. Doch jetzt ist meine wundervolle Tochter geboren (nicht, dass das mehr Zeit für mich bedeuten würde) und ich habe ein Urlaubssemester eingelegt. Und ich habe Lust, wieder mehr meiner Gedanken mit der Welt zu teilen.

Da sich aber in den letzten Monaten so viel bei mir verändert hat, musste sich auch blog-technisch etwas verändern. Zu meinen Rollen als Frau, Freundin, Partnerin, Studentin, Lektorin, Autorin usw. ist nämlich noch eine weitere, sehr große Rolle dazugekommen: Die als Mutter. Deshalb habe ich mich entschieden, diesen neuen Blog ins Leben zu rufen und hier das Bloggen nochmal neu aufzurollen. Auf Ruhrpottmutti soll es aber selbstverständlich nicht nur um Mami-Kram gehen! Ich habe vor, weiterhin über alle Bereichen des Lebens zu schreiben, über die ich schreiben möchte. Es soll also um den Alltag mit Kind gehen, um Reisen, um Kochen und Ernährung, um meine Selbstständigkeit, um Lieblings-Dinge und um so vieles mehr!

Ich hoffe also, ihr habt weiterhin Lust, mein Leben auf diesem Blog zu verfolgen, bereichert um die Komponente „Mutti-Sein“. Ich kann nicht versprechen, dass es hier jetzt sofort mit Karacho losgeht und jede Woche ein Haufen Beiträge kommen – aber ich habe schon zwei Texte vorbereitet, die ihr demnächst hier lesen könnt (zugegeben, bei beiden geht’s um Schwangerschaft und Kinderkriegen). Aber ich verspreche, mir Mühe zu geben und so oft zu schreiben, wie ich dazu komme!

Viele liebe Grüße,
die Ruhrpottmutti aka Ruhrpottperle! ❤