Blogprojekt: rohe Gedanken

In letzter Zeit kam ich nicht sonderlich viel dazu, zu bloggen. Um genau zu sein, seit etwa fünf Monaten, also die Zeit, die meine Tochter jetzt auf der Welt ist. Natürlich ist das kein Wunder, braucht so ein kleiner Mini-Mensch doch viel Zeit und Aufmerksamkeit. Trotzdem finde ich es schade, wenn hier so wenig passiert und deshalb möchte ich ein neues Blogprojekt starten!

In dem neuen Projekt hier auf dem Blog soll es darum gehen, dass ich jeden Tag einen Beitrag veröffentlichen möchte. Die Beiträge werden sich inhaltlich nicht nur mit dem Muttersein beschäftigen, sondern sollen alle Dinge abdecken, die mich interessieren und beschäftigen. Das können mal ein paar kurze Sätze sein und mal auch ganz lange und tiefgründige Texte. Die Gedanken, die ich hier veröffentliche, werden relativ roh sein, das heißt, ich werde nicht viel daran herumfeilen. Das ist einfach der kurzen Zeitspanne geschuldet, die ich für’s Schreiben und für’s Veröffentlichen habe. Denn ich muss mich ja trotzdem um Arbeit, Kind, Haushalt etc. kümmern.
Das Projekt ist zeitlich nicht begrenzt.  Ich starte heute, mitten im Monat (man braucht schließlich keinen 1., um mit etwas anzufangen) und schaue einfach, wie lange das Projekt funktioniert und mir Spaß macht.

Das Ziel des Projektes ist ganz simpel: Ich möchte wieder mehr Schreiben. Und wenn ich mir vornehme, jeden Tag ein paar Sätze zu schreiben, schaffe ich es hoffentlich, das Schreiben wieder mehr in meinen Alltag zu integrieren und meinen Tagesablauf so anzupassen, dass ich ein bisschen mehr Zeit für’s Schreiben finde. Mal schauen, ob das klappt!


Rohe Gedanken am Mittwoch, dem 18. Juli: Ich fühle mich wohl. Ja, ich bin ganz oft sehr gestresst und ja, das Muttersein ist nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Ich bin müde, ich bin immer in Alarmbereitschaft und manchmal, wenn meine Tochter weint und weint, bin ich genervt, möchte ich doch, dass sie aufhört und wieder ein glückliches Baby ist. Aber alles in allem fühle ich mich wohl. Es ist Sommer, es ist tolles Wetter, meine berufliche Situation sieht wirklich gut aus (vor allem, wenn man bedenkt, dass ich „nebenbei“ ja auch noch das Kind schaukle) und ich bin gesund. Und am Ende ist es doch das, was zählt, oder?

Unsere Wohnung nimmt immer mehr Gestalt an (klar, wir wohnen und werkeln hier ja auch erst seit gut sieben Monaten), wir werkeln im Garten hinter’m Haus und bald (also nächsten Sommer) kann unsere Tochter dort im Sandkasten buddeln und im Planschbecken toben. Es wird ganz toll, da bin ich sicher.

Arbeitstechnisch habe ich gut zu tun, was super ist, aber die Gesamtsituation natürlich auch ein bisschen stressiger macht. Gott sei Dank habe ich an der Uni ein Urlaubssemester eingelegt, sodass ich wenigstens nicht nach Düsseldorf muss. Aber auch so reichen 24 Stunden am Tag kaum aus, um alles zu erledigen, was so anfällt.

So, das war mein kleiner Zwischenstand, so allgemein. So geht’s mir im Moment. Jetzt muss ich arbeiten, die Küche aufräumen und Felicitas wickeln. Wir lesen uns morgen! ❤

Advertisements

Monday thoughts #2 | Angekommen.

Ich muss ja mal zugeben, dass mir das Muttersein nicht „einfach so“ zugeflogen ist. Ich hatte nicht diesen Moment, direkt nach der Entbindung, in dem alles vergessen war, was vorher war und ich nur noch Augen für mein kleines Baby hatte.

Stopp!

Bevor ihr jetzt hektische Kommentare verfasst oder anfangt, zu hyperventilieren, lasst mich kurz erklären. Felicitas kam per Kaiserschnitt unter Vollnarkose zur Welt. Als ich im Kreißsaal wieder wach wurde, hatte mein Mann ein kleines, schreiendes Bündel auf dem Arm. Ich wusste sofort, dass das a) mein Baby und b) ein Mädchen ist. Die kleine Felicitas. Mit einem unfassbar lauten Organ (von wem sie das nur hat…?). Und ich war sofort so überwältigt von dieser Situation, dass ich anfing, wie ein Schlosshund zu weinen. Ich brauchte Minuten, um mich zu beruhigen.
Und dann? Brauchte ich ein Schmerzmittel. Mein Bauch tat mir nach der Tortur des Kaiserschnitts unfassbar weh, sogar beim Atmen. Also bat ich erst um etwas gegen die Schmerzen und dann darum, mein Kind auf die Brust zu bekommen. Weil ich wusste, dass ich mich nicht auf sie, auf die Situation konzentrieren könnte, wenn ich diese Schmerzen hätte. Also bekam ich Felicitas nach einem Schmerztropf auf die Brust. Und ich liebte diesen Augenblick, liebte jeden Moment.

Aber trotzdem brauchte ich Monate, um in meiner Mutterrolle endgültig anzukommen. Um voll und ganz zu realisieren, dass ich Mutter bin, dass ich eine Tochter habe und was das für mich und mein Leben bedeutet.
Die erste Zeit mit Felicitas fand ich sehr anstrengend. Das ständige Tragen und Schreien zerrt an den mütterlichen (und väterlichen) Nerven. Blähungen und Bauchweh tun ihr Übriges. Ich war oft ziemlich am Ende mit den Nerven. Doch inzwischen geht es mir viel besser. Das liegt zum Einen daran, dass Felicitas inzwischen, mit ihren vier Monaten, sehr viel ausgeglichener ist: Sie spuckt nicht mehr, sie hat kaum noch Bauchweh und pupst zwar wie ein Weltmeister — aber eben nicht schmerzhaft. Außerdem spielt sie auch gern mal alleine, z. B. unter ihrem Spielbogen, sodass ich ein bisschen arbeiten kann. Wir haben eine Tagesroutine entwickelt, in der wir beide sehr gut zurechtkommen. Sie geht inzwischen gern in ihre Trage und beobachtet die Welt gut behütet von meiner Brust aus. Und all diese Dinge haben dazu beigetragen, dass ich anfangen konnte, das Muttersein zu genießen. Ich kann gleichzeitig arbeiten, mit Felicitas spielen, sie umsorgen, mich mit Freunden treffen und den Haushalt führen und bekomme endlich mal einiges unter einen Hut!

Ich fühle mich endlich angekommen. Endlich wirklich als Mutter. Und das macht mich so froh! Was ich also jeder Frau mitgeben kann: Wenn du am Anfang nicht sofort das Gefühl hast, eine wunderbare Mama zu sein, ärgere dich nicht. Manchmal braucht man einfach ein bisschen, um in dieser Situation, in die wir kopfüber (wie in kaltes Wasser) hineingeworfen wurden, klarzukommen und uns zurechtzufinden. Es wird besser. Zumindest wurde es das bei mir. Und jetzt könnte es schöner nicht sein. ♥

Wie man einer frischgebackenen Mama WIRKLICH helfen kann!

Versteht mich nicht falsch – viele Menschen wollen frischgebackenen Eltern in der ersten Zeit unter die Arme greifen. Allerdings scheinen die lieben Verwandten, Freunde, Nachbarn manchmal eine etwas andere Vorstellung von „Hilfe“ und „Unter die Arme greifen“ zu haben, als die frischgebackenen Eltern. Deshalb kommen hier meine ultimativen Tipps für alle, die helfen wollen.


Frag, ob du vorbeikommen darfst. Einfach vor der Tür stehen ist nun wirklich nicht die feine englische Art, schon im normalen Alltag nicht. Mit einem Baby zu Hause herrscht bei den Eltern jedoch zunächst Ausnahmezustand – ich habe etwa vier Monate gebraucht, bis ich mich an alles gewöhnt hatte. Und in diesen ersten Monaten hätte ich wahrscheinlich JEDEM, der plötzlich vor meiner Tür gestanden hätte, mit Freude die Augen ausgekratzt. Eltern sind müde, Eltern sind geschafft, Eltern stehen ständig unter Strom und sie sind (durch den Schlafentzug) leicht reizbar. Also bitte, ruft vorher an oder schreibt eine WhatsApp-Nachricht, ob bzw. wann es Mama und Papa passt.


Bring etwas zu essen mit. Gerade in den ersten Wochen werden die frischgebackenen Eltern nicht besonders oft zu wirklich nahrhaftem Essen kommen. Stattdessen wird Pizza bestellt oder die Dose Ravioli gefuttert. Dass das auf Dauer nicht besonders gesund oder lecker ist, ist ja klar. (Natürlich schmeckt Pizza in MAßEN, nicht in MASSEN!) Und deshalb: Bringt den Eltern Essen mit. Ob selbstgekochte Suppe, ein leckerer Auflauf oder frische Brötchen für einen gemütlichen Brunch – Hauptsache, es schmeckt und die Eltern müssen nichts tun, außer zu essen.


Nimm das Baby! Dieser Tipp gilt nur, wenn die Eltern das Kind freiwillig abgeben möchten. Zwingt die Eltern bitte nicht dazu – das wäre kontraproduktiv, um es mal höflich auszudrücken. Aber wenn die Eltern euch ihr Kind geben, dann nehmt es (natürlich nur, wenn ihr euch auch wohlfühlt damit. Aber ich kann euch sagen: So viel könnt ihr nicht kaputt machen), schaukelt es ein wenig und lasst den Eltern mal fünf oder zehn Minuten Zeit, sich wieder zu arrangieren. So können auch Mama und Papa mal etwas essen oder vielleicht sogar duschen. Denn dazu kommen frischgebackene Eltern nicht.


Nicht reden – machen! Ich hab‘ von vielen Bekannten und Verwandten gehört „wenn du was brauchst, sag Bescheid“. Aber das ist wirklich leichter gesagt, als getan. Deshalb kann ich euch nur raten: Helft einfach. In den seltensten Fällen wird diese Hilfe abgelehnt werden. Eure Freundin sagt, dass sie es nicht schafft, Wäsche zu waschen? Kommt vorbei, nehmt ihr wahlweise das Baby oder die Wäsche ab. Die Nichte würde so gern mal wieder zum Friseur? Geht mit ihr mit und kümmert euch in der Zeit um das Kind. Dann kann die Mama sich entspannen und ist danach wieder fit, um sich um ihr kleines Wunder zu kümmern.


Sag der Mutter nicht, was sie zu tun und zu lassen hat! Das kann niemand gebrauchen, vor allem nicht, wenn es um eine solche Ausnahmesituation geht. Und dabei ist es völlig egal, ob es um den Schlafplatz des Babys geht, um die Ernährung (stillen oder nicht? Mamas Sache!) oder um den generellen Umgang. Auch „du siehst aber fertig aus!“ ist absolute Scheiße! Wenn die Mama so fertig aussieht, dass man es ihr ansieht, dann helft doch, anstatt es ihr auch noch unter die Nase zu reiben! Bittedanketschüss.


Auch Mamas brauchen Zeit für sich selbst. Dieser Tipp ist nicht nur für das Umfeld, sondern auch für die Mamas selbst wichtig: Ja, auch eine Mama braucht mal Zeit für sich. Und dafür muss sie kein schlechtes Gewissen haben! Jede Mama hat ein unterschiedliches Bedürfnis nach sogenannter „Me-Time“ und nicht immer kann der Papa diese Zeit überbrücken oder stemmen. Kümmert euch also mal die eine oder andere Stunde um das Kindchen, damit Mama zum Beispiel in die Wanne steigen kann oder ein gutes Buch lesen. Diese Stunden sind Gold wert und Mama danach wesentlich ausgeruhter, ich verspreche es euch!


Komplimente. Dazu muss ich hoffentlich gar nicht viel sagen. Jeder Mensch freut sich darüber, wenn seine Leistung anerkannt wird. Auch Mamas. Und deswegen, sagt ihr, dass sie das toll macht. Dass sie bewundernswert ist. Oder bringt mal einen Strauß Blumen (wahlweise Kekse, Muffins oder Macarons) mit, einfach so, weil sie so eine tolle Mutti ist.


Sei verständnisvoll. Egal, was die Mama macht – habt Verständnis für ihre Situation. Das gilt vor allem, wenn ihr noch keine Kinder habt. „Ich würde das aber so und so machen!“ nervt. Das kann ich euch versprechen. Also, seid nett zu Mama – dann ist Mama auch nett zu euch.

 

Habt ihr noch weitere Tipps? Dann lasst sie mich gern in den Kommentaren wissen!

Erstausstattung – das leidige Thema

Jaja, die Erstausstattung für das Baby. Ein Thema, das für viele Eltern mit der Zeit zu einem roten Tuch wird, bekommt man doch von allen Seiten vermeintlich gute Ratschläge, ob erbeten oder nicht. Mal ganz abgesehen von den vielen nützlichen (und unnützen, sein wir ehrlich) Geschenken zur Geburt bzw. für das Baby. Und im großen, weiten Internet finden sich wahrscheinlich tausend Forenbeiträge und Blogposts von Eltern, die alles und nichts besessen haben. Was wäre also eine bessere Idee, als selbst auch noch so einen Blogpost zu veröffentlichen, mit all jenen Dingen, die wir gut gebrauchen konnten und die absoluter Quatsch waren? Eben!

Bekleidung

Man sagt ja, dass ein Kind, das frisch auf dieser Erde ist, nicht viel mehr braucht als Liebe von Mama und Papa, Milch, Pampers und ein paar frische Klamotten. Deshalb fangen wir mit Letzteren auch an. Denn selbst, wenn ihr keine Möbel habt – ein paar saubere Sachen sollte das Kind schon am Leib haben!
Noch ein Hinweis vorab: Viele werdende Eltern (oder Verwandte) kaufen die kleinsten Klamotten für ihr Baby Secondhand. Das ist gut und sinnvoll. Hier müsst ihr aber darauf achten, dass manche Sachen durch das häufige Waschen und Trocknen eingelaufen sind und entsprechend kleiner ausfallen!

  • Bodys. Je nach Jahreszeit braucht ihr Bodys mit langen oder kurzen Ärmeln. Ich habe meine Tochter im Februar bekommen und hatte rund acht bis zehn Langarmbodys, plus etwa vier oder fünf mit kurzen Ärmeln. Alle Bodys waren in Größe 50/56 (bei einem Frühchen müsst ihr ggf. kleinere Größen kaufen). Felicitas hat diese Bodys angezogen bis sie etwa elf, zwölf Wochen alt war, dann haben wir nach und nach auf Größe 62 gewechselt.
    Bei den Bodys müsst ihr nur darauf achten, dass sie gut sitzen, aus möglichst angenehmen Material sind (schließlich liegen die Bodys die ganze Zeit auf viel nackter Babyhaut auf!) und nirgends einschneiden. Praktisch sind Wickelbodys, aber wir kommen auch mit den ‚klassischen‘ klar, die man über den Babykopf zieht.
    Pro-Tipp: Die klassischen Bodys kann man, wenn sie oben keine Knöpfe am Kragen haben, auch von unten an, bzw. nach unten ausziehen. Besonders praktisch, wenn die Windel explodiert oder ausgelaufen ist!
  • Strampler. Strampler sind die einfachste Möglichkeit, das Baby nett anzuziehen. Es sind Einteiler, die nicht rutschen und nicht kneifen können. Meist kann man sie an den Beinen aufknöpfen (super zum Windeln wechseln!) und sonst einfach von unten nach oben anziehen. Kauft hier am besten Strampler mit Fuß, vor allem im Winter wird das Baby so schön warm gehalten. Im Sommer machen auch Strampler ohne Fuß Sinn, da man Söckchen leichter und schneller ausziehen kann (Zwiebelprinzip).
  • Schlafanzüge. Im Prinzip sind Schlafanzüge auch nur Strampler mit Ärmeln dran. Aber sie sind, gerade im Winter und gerade nachts, unfassbar praktisch! Felicitas hat anfangs in Schlafanzügen gelebt. Auch hier eignen sich Modelle mit Fuß besonders gut, da das Baby so nachts schön muckelig eingepackt ist. Achtet beim Material aber darauf, ob sie eher für Sommer (luftiger) oder für Winter (wärmer, kuscheliger) geeignet sind.

Ob ihr darüber hinaus in den kleinsten Größen auch noch Hosen, Jäckchen, Pullis, Kleidchen, etc. anschaffen wollt, bleibt euch überlassen. Ich habe, gerade in den ersten vier Wochen, meine Tochter im Grunde nur in diese drei Kleidungskategorien gekleidet. Es kommt ja, gerade am Anfang, auch noch nicht darauf an, dass das Kind besonders schick aussieht, sondern, dass es warm eingepackt ist.
Ansonsten sind Mützen noch relativ wichtig, da Neugeborene über den Kopf die meiste Wärme abgeben und ihre Temperatur noch nicht selbst halten können. Im Hochsommer gehören leichte Mützen mit Sonnenschutz zum Standard-Repertoire und im Winter eben wärmere Mützchen, z. B. aus Baumwolle.

Zum Schlafen

Babys verschlafen in der Regel einen Großteil des Tages – zumindest in den ersten Lebenswochen. Manche sind dafür nachts umso aktiver, andere können auch dann schlafen wie ein Murmeltier. Egal jedoch, ob euer Kind nachtaktiv ist oder nicht, einige Dinge sind zum Schlafen unerlässlich!

  • Schlafsäcke. Ich empfehle, mindestens zwei Schlafsäcke zu besitzen. So kann einer benutzt und der andere gewaschen werden. Denn Babys spucken, Babys schwitzen und Babys machen klein und groß. Und manchmal landet eben etwas im Schlafsack. Und Milchflecken kleben, müffeln und verfärben sich hässlich.
    Besonders praktisch sind Schlafsäcke, die etwas größer ausfallen, aber mitwachsen. Wir haben z. B. seit Felicitas‘ Geburt einen Schlafsack in Benutzung, der Größe 68 ist. Von dem hat sie einfach noch ein bisschen länger was. Und denkt daran: Babys sollen nicht mit einer Decke zugedeckt werden, da sie sich diese nachts über den Kopf ziehen und daran ersticken könnten! Auch ein Kissen ist vollkommen unnötig!
  • Beistellbett. Jetzt mal Hand auf’s Herz: Wer hat schon Bock, nachts ständig aufzustehen, wenn das Kind knöttert, hungrig ist, in die Windel gemacht hat oder den Schnuller vermisst? Richtig, niemand. Schafft euch deshalb unbedingt ein Bett an, das ihr im Schlafzimmer an das Elternbett stellen könnt. Mal abgesehen vom Faulheits-Faktor ist das auch die sicherste Schlafmöglichkeit für euer Kind, wenn ihr den plötzlichen Kindstod vermeiden wollt.
    Natürlich kann euer Baby tagsüber oder auch abends im eigenen Bett im eigenen Zimmer schlafen (wenn es denn mag; manche Kinder können nur an Mama und / oder Papa schlafen). Aber der Nachtschlaf sollte im ersten Jahr im eigenen Bett im Elternschlafzimmer stattfinden.

Im Grunde braucht ein Baby nicht mehr zum Schlafen. Eine Spieluhr ist, gerade in den ersten Lebenswochen, nicht unbedingt nötig und mehr eine Spielerei für die Eltern. (Wir bekamen eine geschenkt und benutzen sie als Ablenkung am Wickeltisch).

Allrounder

Dass man einen Kinderwagen und einen Autositz kaufen kann, muss ich wahrscheinlich niemandem mehr erklären. Hier kommen eher Kleinigkeiten, die wir überraschend hilfreich und sinnvoll fanden.

  • Mulltücher. Das Allround-Talent! Mulltücher sind vielseitig einsetzbar: Als Spucktuch, zum Zudecken im MaxiCosi oder Kinderwagen, als Sonnenschutz im Kinderwagen, als Kuscheltuch und Spielzeug (vor allem am Wickeltisch!), als Unterlage im Kinderwagen oder auf dem Wickeltisch (gerade auswärts!) und so weiter. Wir haben insgesamt etwa zehn Tücher in Rotation, in verschiedenen Größen und Farben.
  • Hochstuhl. Die meisten Babys wollen nicht die ganze Zeit am Boden liegen, sondern am liebsten mitten im Geschehen sein! Das gilt auch schon für die ganz Kleinen, die noch nicht mal sitzen können. Deshalb ist ein Hochstuhl mit Wippe, der den Möglichkeiten des Babys angepasst werden kann, Gold wert. So kann euer Kind mit euch am Tisch sitzen, auf Augenhöhe dabei sein, egal was ihr macht und ihr könnt (zumindest manchmal) euren ganz normalen Beschäftigungen nachgehen.
  • Eine Babytrage. Ganz ehrlich – lasst euch ordentlich beraten und probiert Babytragen und Tragetücher aus. Wenn euer Kind das super findet, ist es eine der besten Investitionen, die ihr machen könnt. Unsere Trage ist die adapt von Ergobaby (NOT SPONSORED!) und wir sind sehr zufrieden. Sie wächst mit, ist ab vier Wochen geeignet und kann in verschiedenen Positionen am Körper getragen werden. Und in den meisten Babyfachgeschäften kann man die Tragen mit dem eigenen Baby drin ausprobieren. Also los!
  • Ein Badewanneneinsatz. Wir haben ein Bad mit Badewanne. Aber sonst ist in unserem Bad nicht besonders viel Platz für eine extra Babywanne. Deshalb haben wir einen Badewanneneinsatz für unser Baby gekauft. Dieser Einsatz steht rutschfest in der Wanne und nimmt wenig Platz weg. Das Baby wird einfach reingelegt und kann auch nicht wegrutschen.
    Die Kleine kann dann entspannt drin liegen, wir haben beide Hände zum Waschen und Spielen frei und das Baden macht allen Beteiligten sofort mehr Spaß. Für alle Eltern, die zwar eine Badewanne, aber sonst nicht viel Platz haben, ist so ein Einsatz wirklich empfehlenswert!

Was ist unnütz?

Tatsächlich muss ich sagen, dass wir kaum unnütze Dinge gekauft haben. Worauf wir verzichteten, bzw. was wir für unnötig erachten, erläutere ich im Folgenden.

  • Windeleimer. Es gibt ja bekanntlich tolle Systeme, bei denen man die vollen Windeln in geruchsneutralen Eimern versenken kann. Dafür muss man dann eben immer die entsprechenden Kassetten kaufen. Und da kommen wir auch schon zu des Pudels Kern: Diese Kassetten gehen auf Dauer ordentlich ins Geld und sind darüber hinaus so riesig, dass sie zwar in große Müllcontainer, nicht aber in 120-Liter-Mülltonnen passen. Deshalb haben wir uns stattdessen für einen kleinen Treteimer im Kinderzimmer entschieden, in den ganz normale Müllbeutel kommen. Der Eimer muss dann nur alle ein bis zwei Tage geleert werden (und irgendjemand geht ja immer raus!) und schon ist man das Geruchs-Problem auch los.
  • Spielzeug. Nicht, dass wir Spielzeug nicht gut fänden. Haben wir haben tatsächlich NICHTS selbst gekauft. Und das würde ich auch euch raten. Verwandte, Freunde und Bekannte schenken für den Anfang mehr als genug Spielzeug. Und in den ersten Wochen beschäftigte sich unsere Tochter sowieso nicht mit den Spielsachen, das kam erst so in den letzten vier Wochen. Und auch dann braucht ein Baby keine 20 Rasseln und 15 Kuscheltiere. Ein oder zwei spannende Sachen auf einmal reichen völlig.

Habt ihr noch weitere Tipps? Was habt ihr als super nützlich oder total unnütz empfunden? Lasst es mich gern wissen!

Monday Thoughts #1 | Das Leben geht weiter

Ich möchte eine neue Reihe hier auf dem Blog ins Leben rufen. Die Monday Thoughts, Montagsgedanken. Ich verspreche nicht, dass hier jeden Montag etwas kommt, aber immer, wenn ich einen (oder mehrere) interessanten Gedanken habe, zu dem ich ein paar Worte sagen möchte, soll ein Post dazu kommen. Und heute geht’s los.

Das Leben geht weiter.

Dieser Gedanke erscheint zunächst relativ profan. Aber lasst ihn mich zunächst näher ausführen. Mir ist neulich aufgefallen, dass nicht nur das eigene Leben (selbstverständlich) weitergeht, sondern auch das aller anderen Menschen. Bahnbrechend, ich weiß. Aber sein wir mal ehrlich – uns selbst fällt das recht selten auf. Also, dass das eigene Leben immer weitergeht. Das liegt natürlich daran, dass wir selbst unser Leben ja mitkriegen. Das heißt, wir erleben die Veränderungen direkt, während sie passieren. Wir lernen Menschen kennen, schließen Freundschaften, verlieben uns, trennen uns, heiraten, bekommen Kinder, kaufen uns ein Haus oder einen Hund. Das alles entscheiden wir bewusst und erleben wir bewusst.

Was wir hingegen nicht live mitbekommen, ist das, was in den Leben anderer Leute passiert. Das könnten alte Freunde, Ex-Partner, ehemalige Arbeitskollegen oder Mitschüler und Mitschülerinnen sein. In jedem Fall hat man diese Menschen teilweise über Jahre nicht gesehen. Und wenn man sich dann wiedertrifft, ist man regelrecht überrascht, dass das Leben auch bei diesen Menschen weitergegangen ist. Was ja im Grunde verrückt ist – immerhin hat es das bei uns ja auch.
Das hat natürlich was mit unserem Empfinden und unserer Erinnerung zu tun und damit, dass wir uns immer so an Menschen erinnern, wie wir sie zuletzt gesehen haben. Soweit, so logisch. Und dann merken wir: Natürlich hat sich auch die Welt der anderen Person weitergedreht, natürlich geht auch ihr Leben weiter.

Doch wisst ihr, was mich am meisten zum Nachdenken gebracht hat? Dass die anderen Menschen genauso überrascht sind, dass unser Leben weitergeht! Ich habe neulich jemanden getroffen, den ich inzwischen etwa zehn Jahre nicht gesehen habe und war regelrecht überrascht, wie sehr diese Person sich gewundert hat, dass ich immer noch mit meinem Mann liiert und darüber hinaus auch noch Mutter bin.
Ich dachte in diesem Moment nur: „Warum ist das denn so überraschend?“ – Ja klar, ich habe all die Entscheidungen, die dazu geführt haben, ja auch live miterlebt. Ich habe die Entscheidungen sogar selbst getroffen! Die Person, die ich traf, jedoch, hat plötzlich mich als Mutter erlebt – eine Rolle, die ich bisher ja nicht innehatte. Und das ist natürlich überraschend.

Aber dahin musste ich erstmal kommen. Es hat mich zugegebenermaßen zwei Tage beschäftigt, bis mir klar war, dass mein Gegenüber aus seiner Perspektive in der gleichen Rolle ist wie ich. Dass die andere Person auch nur ihr eigenes Leben gelebt hat und nicht das meine. Dass sie genauso überrascht ist, dass sich bei mir Dinge verändert haben in den letzten zehn Jahren, wie ich über ihr Leben.

Es ist doch verrückt, wie klein unsere Welt manchmal ist und wie schwierig es ist, über den Tellerrand zu blicken. Oder?

Meine Stillgeschichte

Ich möchte euch heute erzählen, wie mein Stillerlebnis war und wie ich meine Tochter derzeit ernähre. Kurzer Disclaimer vorab: Ich verurteile niemanden dafür, wie er sein Kind ernährt. Ob Stillen, Zwiemilch, Pre-Nahrung – ihr seid die Eltern, ihr entscheidet das. Über die Vorteile von Muttermilch müssen wir nicht diskutieren, trotzdem sollte jede Frau selbst entscheiden, wie sie ihr Kind ernährt. Ich erwarte diese grundsätzliche Toleranz auch von meinen Lesern, vor allem in der Kommentarsektion. Aber genug der Vorrede, jetzt zu mir.

Meine Tochter ist jetzt neun Wochen alt. Ich stille nicht mehr. Ja, ich kann das Entsetzen förmlich hören. Aber lasst mich erstmal erzählen, wie das mit dem Stillen bei uns ablief. Wie ihr wisst, habe ich Felicitas per Kaiserschnitt entbunden. Als ich aus dem OP-Saal kam, wurde sie mir auf die Brust gelegt und es wurde von der Hebamme auch sofort versucht, sie anzulegen. Felicitas hatte daran wenig Interesse.

Kaum waren wir auf dem Zimmer, das gleiche Spiel. Die Schwester versuchte, sie anzulegen, ohne Erfolg. Am Abend fragte ich die Nachtschwester, ob wir es nochmal versuchen sollten, wollte ich doch unbedingt stillen. Die (nebenbei bemerkt sehr nette und kompetente) Nachtschwester erklärte mir, dass es bis zu 48 Stunden dauern kann, bis das Kind den Saugreflex entwickelt, bzw. dass der Saugreflex in den ersten 48 Stunden quasi “aussetzt”. Ob das so stimmt, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, dass Felicitas unter der Geburt sehr viel Fruchtwasser geschluckt hat, das in den folgenden 40 Stunden fröhlich wieder rausflog. Mein Kind spuckte und spuckte und spuckte – und hatte weder am Dienstag, noch am Mittwoch Appetit.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag dann wurde es wirklich anstrengend. Die Kleine ließ sich überhaupt nicht beruhigen und war nur am Weinen. Als ich es nicht mehr aushielt, rief ich die Nachtschwester. Es war die, die mir vorher das mit dem Saugreflex erklärt hatte. Sie kam und sagte im selbstverständlichsten Tonfall “Dein Kind hat Hunger, wir legen es jetzt an.” In der Folge versuchten wir die ganze Nacht, mein Kind zum Trinken zu bewegen, leider mit mäßigem Erfolg. Felicitas war hektisch, machte den Mund kaum weit genug auf und war nicht besonders interessiert am Trinken. Trotzdem hatte sie Hunger ohne Ende. Ein Teufelskreis: Der Hunger wird immer größer, das Kind wird immer hektischer und kann immer weniger dazu bewegt werden, ordentlich zu trinken. An der rechten Seite funktionierte es gar nicht, was dazu führte, dass die Nachtschwester schließlich ein Stillhütchen (das Grauen!) holte und damit versuchte, mein Kind zum Trinken zu bewegen.

„Stillen tut weh. Gewöhnen Sie sich dran.“

Am folgenden Tag versuchten mehrere Schwestern über Stunden, mein Kind anzulegen. Manchmal trank sie ein paar Schlucke, aber meistens war das Trinken nach wenigen Zügen vorbei, dann wurde noch ein bisschen genuckelt und schon dockte mein Kind ab. Und wenn sie dann mal ein bisschen trank, tat mir das höllisch weh! Eine Schwester meinte dazu nur: “Ja, das Stillen tut weh. Gewöhnen Sie sich dran.”
Als mein Mann irgendwann eine Schwester fragte, ob wir ein Fläschchen bekommen könnten, damit das Kind überhaupt mal was zu sich nähme, kam die Schwester und legte Felicitas wieder an. Mit dem Ergebnis, dass nach zwei Schlucken wieder Ende im Gelände war.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag versuchte eine Schwester insgesamt vier Stunden mit meinem Mann und mir, Felicitas anzulegen. Der Hunger beim Kind wurde immer größer, der Frust bei mir auch und langsam überlegte ich, ob ich direkt auf Pre-Nahrung umsteigen sollte. Am Freitag hatten wir dann die U2-Untersuchung. Der Kinderarzt stellte fest, dass Felicitas mehr als die maximalen 10 % an Gewicht verloren hatte. Außerdem bemerkte er, dass mein Kind so hektisch und unzufrieden war, weil es (Überraschung!) Hunger hatte. Sie bekam ein wenig Glukose. Dann fragte der Arzt uns, was los sei. Wir erzählten die ganze Story. Der Arzt erklärte uns, dass ich abpumpen solle, mit einer elektrischen Pumpe. Wir sollten so sehen können, ob ich genug Milch für sie habe und mit einer Flasche sollte das Trinken ihr leichter fallen. Sie schien für meine Brustwarzen einfach zu schwach zu sein (Diagnose: Trinkschwäche). Also rief ich einige Stunden später die Schwester, die mir eine elektrische Pumpe brachte und erklärte, dass ich ab sofort alle drei Stunden abpumpen solle. Also tat ich das. Und siehe da: Mein Kind trank und es wurde satt! Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie erleichtert ich war.

Am nächsten Morgen, Samstag, wurde Felicitas gewogen und hatte ein wenig zugenommen. So konnten wir, mit einem Rezept für eine elektrische Leihpumpe aus der Apotheke, entlassen werden. Also pumpte ich zu Hause auch ab. Erst alle drei Stunden (auch nachts), dann alle drei Stunden mit etwa sechs Stunden Pause über Nacht. Nach einer Woche hatte sich der Milchfluss eingependelt und ich konnte die Abstände auf vier Stunden tagsüber mit einer Pause von ca. acht Stunden über Nacht ausweiten.

Nachdem ich eines Nachts Fieber bekam und bettlägerig war – und deshalb einen Tag nicht abpumpte, besorgte mein Mann Aptamil Pre-Nahrung. Zur Vorsicht. Ich pumpte ab dem nächsten Tag fleißig weiter ab. Trotzdem bekam ich innerhalb der ersten sechs Lebenswochen von Felicitas zwei Mal einen Milchstau. Verhärtungen an den Brüsten, warme und schmerzende Stellen, Kopfschmerzen – die Symptome waren typisch. Ich pumpte ab wie eine Wilde, um die Milch wieder zum Fließen zu kriegen. Trotzdem wurde die Milch nach und nach weniger. Wir begannen, mit Aptamil zuzufüttern, damit Felicitas trotzdem satt wurde. Sie verträgt es ganz gut.

Ist Zwiemilch die Lösung?

Mitte April waren wir bei der U3-Untersuchung beim Kinderarzt. Dort wurde Felicitas gewogen und hatte sage und schreibe ein Kilo im Verhältnis zum Entlassungsgewicht aus dem Krankenhaus zugenommen! Die Freude könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen. Natürlich fragte uns der Kinderarzt auch, wie wir Felicitas ernähren. Im Gegensatz zu meiner Gynäkologin, allen Schwestern auf der Wochenbettstation und diverser anderer Menschen hatte er kein Problem mit dem Abpumpen und auch nicht mit dem Zufüttern. In “Fachkreisen” nennt man diese Ernährungsform übrigens Zwiemilch. Es ist überraschend verbreitet und die meisten Kinder vertragen es sehr gut.

Nach der U3 nahm meine Milchmenge weiter ab. Ich weiß nicht, woran es liegt. Ich habe keinen Salbei oder Pfefferminz-Tee oder sowas zu mir genommen. Vielleicht ist es etwas Psychologisches. Das Abpumpen stört mich. Ich fühlte mich zwischenzeitlich extrem fremdbestimmt. Ich wollte wieder, dass mein Körper mir selbst gehört. Die Schwangerschaft war kräftezehrend und auch nach der Entbindung hatte ich nie das Gefühl, selbstbestimmt zu sein. Ich liebe meine Tochter – aber wollte doch zumindest über mich wieder ein Stück weit selbst das Kommando haben. Das Abpumpen selbst ist nicht unangenehm, auch wenn man sich vorkommt, als wäre man eine Kuh an der Melkmaschine. Trotzdem sträubte sich nach und nach alles in mir, weiter zu pumpen. Außerdem ist es, zumindest für mich, schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen: Die Betreuung von Felicitas, der Haushalt hier, die Arbeit (ich bin ja selbstständig und arbeite von zu Hause aus) und das Abpumpen war einfach zu viel für mich. Nach einigen intensiven Gesprächen mit meinem Mann habe ich also beschlossen, dass ich abstille. Ich pumpte also nach und nach immer weniger, und erhöhte die Menge an Pre-Milch, die Felicitas bekommt. Irgendwann wurden die Brüste nicht mehr schwer und es lief auch keine Milch mehr aus. Das Abstillen ging überraschend schnell und einfach. Heute ernähre ich mein Kind nach Bedarf mit Aptamil Pre-Milch und sie verträgt es gut. Sie nimmt gut zu, ist fit und altersgerecht entwickelt. Mehr kann ich mir für sie nun wirklich nicht wünschen.

Außerdem hat Felicitas eine glückliche Mutter, die selbst fit und gut drauf ist. Und das ist, in meinen Augen, mehr Wert als eine gestresste Mutter, die mit der Ernährung der Tochter hadert. Ich selbst bin mit der Flasche groß geworden, mein Mann ebenso. Und ja, Stillen ist gut für das Kind, das möchte ich nicht abstreiten. Aber das Wohlbefinden eines Babys wird nicht zu 100 % von der Ernährung bestimmt. Wenn ein Baby in einer angespannten und unglücklichen Umgebung lebt, ist das für das Wohlergehen wesentlich schlimmer als Pre-Milch! Und ja, das Stillen hilft gegen Allergien. Aber, nur mal ein Fallbeispiel aus meinem persönlichen Umfeld: Ich habe zwei Großcousinen. Sie sind Schwestern. Jede hat einen Sohn. Die Eine hat ihren Sohn ein Jahr gestillt – er hat ganz schlimme Neurodermitis bekommen. Die Andere sagt, dass sie keine Lust auf’s Stillen hatte und deshalb von Anfang an mit Flasche ernährt hat – ihr Sohn hat keine Allergien und ist kerngesund. Ich weiß, dass das nur ein Beispiel ist, aber dennoch. Die Rechnung “Stillen = gesund, Nicht Stillen = Allergien” ist in meinen Augen zu einfach.

Abschließend kann ich sagen, dass das Stillen, so wenig traumatisch die Geburt auch war, für mich keine schöne Erfahrung war. Es tat weh, es hat keine Glücksgefühle ausgelöst. Stattdessen war ich mehr als überglücklich, als Felicitas an der Flasche problemlos trank und dann auch noch sichtbar zunahm. Sie verträgt die Pre-Milch sehr gut und ist weiterhin fit. Inzwischen ist aus meinem kleinen, zerbrechlichen Wesen ein gesundes Kind geworden. Ich bin glücklich und das merkt sie. Und das ist für uns die Hauptsache.

Patreon für Autoren

Ich habe jetzt eine eigene Patreon-Seite! Dort könnt ihr mich, wenn ihr mögt, finanziell unterstützen, damit ich neben meinem Studium, dem Muttersein, dem Bloggen und meinem „Brotjob“ als Lektorin und Texterin Zeit und die Möglichkeit habe, als Autorin durchzustarten. Fühlt euch aber bitte nicht verpflichtet, mir Geld zu geben. Im Blog wird sich nichts ändern, egal ob ihr mich auf Patreon unterstützt oder nicht. 🙂

Nähere Informationen findet ihr direkt auf meiner Patreon-Seite unter https://www.patreon.com/Ruhrpottmutti  – ich freue mich, wenn wir uns dort sehen.