Die erste Reise mit dem Baby

Wir sind das erste Mal mit Felicitas in den Urlaub geflogen. Das war ganz schön aufregend, deswegen möchte ich hier ein bisschen davon berichten und euch ein paar Tipps an die Hand geben, wie die erste Urlaubsreise mit Baby möglichst entspannt und reibungslos verläuft  und auch Mama und Papa Spaß im Urlaub haben.
Noch ein kleiner Disclaimer vorab: Ich nenne im folgenden Markennamen, Firmennamen und andere Dinge, die Werbung sein könnten. Ich wurde nicht beauftragt und nicht bezahlt, sondern wir haben unseren Urlaub komplett selbst bezahlt. Trotzdem gilt hier: Werbung, unbeauftragt!


Die Hard Facts

  • Reisezeit: Wir sind im November in den Urlaub geflogen. Keine klassische Urlaubszeit, aber dafür sind die Touristenregionen oft nicht besonders überlaufen. Wir waren 10 Tage unterwegs, vom 25.11. bis 05.12.2018.
  • Reiseziel: Malta! Wir haben im Cavalieri Art Hotel in St. Julian’s gewohnt.
  • Flüge: Unsere Flüge gingen ab, bzw. nach Frankfurt am Main. Und ja, wir wohnen immer noch in Essen. Nein, das ist nicht verrückt. Ich komme später nochmal darauf zurück. Wir sind mit AirMalta geflogen.

Schritt 1: Buchung

Wir haben unsere Reise klassisch im Reisebüro unseres Vertrauens gebucht. Ganz nach dem Motto support your local dealer! haben wir uns zunächst online und im Prospekt informiert und sind dann ins Reisebüro gegangen, um zu buchen. Unsere Reise war also eine Pauschalreise mit

  • Zug zum Flug
  • Flug ab / bis Frankfurt am Main
  • 10 Nächte im Comfort Doppelzimmer inkl. Frühstück
  • Flughafentransfer

Für Felicitas haben wir keinen Sitzplatz gebucht. Da sie während der Reise noch keine zwei Jahre alt war, war das auch nicht nötig — aber natürlich möglich. Es ist nämlich so: Kinder unter 2 können so ziemlich kostenlos auf Mamas und Papas Schoß mitfliegen, angeschnallt an deren Gurt mit einem sogenannten Loop Belt. Oder sie bekommen einen eigenen Platz, müssen diesen voll zahlen und brauchen entweder einen für’s Flugzeug geeigneten Autositz (gibt’s z. B. von Maxi Cosi, Kosten liegen im dreistelligen Bereich) oder ein Kinderrückhaltesystem. Dieses System kann aber erst ab einem gewissen Gewicht verwendet werden und wir konnten nicht sichergehen, dass sie zum Reisezeitpunkt dieses Gewicht schon erreicht haben würde.
Deshalb haben wir uns dafür entschieden, Felicitas auf dem Schoß mitzunehmen. Über die Sicherheitsbedenken mag an dieser Stelle diskutiert werden. Im Endeffekt müssen die Eltern entscheiden, was sie verantworten können und wollen.

Wir haben zudem im Vorfeld einen Mietwagen mit Autositzt gebucht, damit wir vor Ort mobiler sind. Den Mietwagen hatten wir von Ankunft am Flughafen bis zur Abreise. Aus diesem Grund habe ich den Flughafentransfer beim Reiseveranstalter abbestellt, damit niemand unnötig auf uns warten muss.

Tipp 1: Wenn ihr wisst, dass ihr einen Mietwagen nutzen möchtet, bucht einen Autositz. So könnt ihr den MaxiCosi ggf. zu Hause lassen (wenn ihr ihn nicht im Flugzeug benutzen könnt / wollt) und müsst nur den Buggy mitnehmen – der bei den meisten Airlines kostenfrei mitdarf.

Bei der Buchung haben wir den Flughafen Frankfurt am Main ausgewählt, da hier die Flugzeiten besser waren als bei unserem nächsten Flughafen, Düsseldorf. Die Flugzeit unterscheidet sich nur um knapp 20 Minuten, allerdings fanden wir es unpraktisch, erst um 22:00 Uhr abends auf Malta zu landen. Unsere geplanten Flugzeiten waren:
11:40 Uhr Abflug Frankfurt, 14:10 Uhr Ankunft Malta
16:25 Uhr Abflug Malta, 19:10 Uhr Ankunft Frankfurt

So wollten wir sicherstellen, dass wir den ersten und letzten Tag noch komplett nutzen konnten und nicht mitten in der Nacht im Hotel ankamen. Leider hat uns knapp drei Wochen vor Abflug die Airline einen Strich durch die Rechnung gemacht: Ich wollte online die Flugzeiten checken und sah, dass unser Flug gecancelt worden war! Stattdessen sollten wir nun um 20:10 Uhr abfliegen und um 22:40 Uhr ankommen. Horror!!!

Tipp 2: Bucht wirklich über ein Reisebüro. Dort kann man euch gerade in einem solchen Fall, helfen, euch ggf. noch auf einen früheren Flug umzubuchen. Allein hat man da nämlich oft keine Chance.

Unser wunderbares Reisebüro hat dann also mit dem Veranstalter telefoniert und der konnte uns, ohne Aufpreis, auf einen Lufthansa-Flug um 10:35 Uhr morgens umbuchen. Die letztendlich gültigen Flugzeiten lauteten also

10:35 Uhr Abflug Frankfurt, 13:05 Uhr Ankunft Malta
16:25 Uhr Abflug Malta, 19:10 Uhr Anfkunft Frankfurt

Das bedeutete zwar, dass wir um vier Uhr morgens aufstehen mussten, um pünktlich zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, allerdings nahmen wir das gern in Kauf.


Schritt 2: Vorbereitung

Felicitas bekam bei Reiseantritt nach wie vor Pre-Milch und trägt selbstverständlich auch immer noch Windeln. Das bedeutete, dass wir im Vorfeld schauen mussten, ob und wo es entsprechende Produkte auf Malta gibt – oder ob wir sie selbst mitbringen mussten. Auch über Handgepäcks- und Gepäckbestimmungen bei unseren Airlines, airmalta und Lufthansa, haben wir uns im Vorfeld informiert.

Tipp 3: Wenn ihr einen faltbaren Buggy mit in den Urlaub nehmt, könnt ihr diesen entweder kostenfrei direkt beim Check-in abgeben oder ihn als „Gate-Check in“ bis zum Boarding mitnehmen. Ich hatte zusätzlich meine Trage mit, sodass wir unseren Buggy einfach eingecheckt haben und ich Felicitas danach in der Trage hatte.

Tipp 4: Nutzt an Flughäfen die Möglichkeit des Gepäck-Wrappings! So könnt ihr euren Buggy sicher verpacken und er kommt unbeschadet am Zielort an.

Ursprünglich wollten wir den Online-Check in nutzen, um schon 24 Stunden vor Abflug unsere Sitzplätze auszuwählen. Da wir aber umgebucht worden waren, war das für den Hinflug nicht möglich. Das war aber nicht schlimm, da wir am Frankfurter Flughafen unkompliziert und schnell den Family-Check in-Schalter nutzen konnten und dort von sehr freundlichen Mitarbeitern eingecheckt wurden.

Da wir einen Mietwagen gebucht hatten, habe ich den Flughafentransfer im Vorfeld beim Veranstalter abbestellt. So wurde die Reise zwar nicht mehr günstiger, aber mir ging es vor allem darum, dass niemand am Flughafen auf uns wartet.

Tipp 5: Wenn ihr mit Baby verreist, macht es Sinn, vorab beim Hotel ein Babybett zu bestellen. Im Normalfall wird man euch dort gern helfen und das Bettchen steht bereits bei der Ankunft im Hotel im Zimmer. Ob dies möglich ist, kann man auch im Vorfeld beim Hotel erfragen – wir haben dies bei der Auswahl berücksichtigt.


Schritt 3: Das Packen

Mit einem Baby muss man sich natürlich genau überlegen, was eingepackt werden muss. Das ist abhängig vom Zielort, von der Reisezeit, vom Alter des Kindes und auch davon, was im Urlaub gemacht werden soll. Ist es ein reiner Strandurlaub oder wird viel gewandert? Ist es eher ein Städtetrip oder seid ihr viel in der Natur? Diese Fragen gilt es, im Vorfeld zu beantworten.

Tipp 6: Checkt das Wetter bis ihr eure Koffer endgültig packt. Packt, gerade für Kinder, trotzdem Sachen für ein etwas kälteres Wetter ein, man weiß ja nie…!

In unserem Urlaub sollte es ca. 15 bis 20 Grad warm werden, wir wollten viel Unternehmen und mussten natürlich auch bedenken, dass es in Deutschland rund 10 bis 20 Grad kühler sein würde. Folgende Dinge haben wir also für Felicitas mitgenommen:

  • 10 langärmlige Bodys
  • 7 kurzärmlige Bodys
  • 1 Jeanshose
  • 2 Leggings
  • 3 Strampler
  • 1 kurzer Einteiler
  • 3 Pullover
  • 3 T-Shirts
  • 2 Schlafanzüge
  • 1 Schlafsack
  • 1 Mütze, 1 Sonnenhut
  • 3 Spucktücher
  • 2 Jäckchen
  • 1 Jumbopack Pampers Pants (Windelslips, Gold wert!)
  • 1 Paket Aptamil-Pre-Pulver
  • 5 große Fläschchen
  • 2 Wickelunterlagen
  • 1 Paket Feuchttücher
  • 1 Paket feuchte Waschlappen
  • 1 Wasserkocher
  • Cool Twister (um frisch abgekochtes Wasser im Handumdrehen auf Trinktemperatur zu bringen)
  • 4 Flaschen Fertigmilch für die Rückreise
  • 5 Paar Socken, 1 Strumpfhose
  • 4 Wechselschnuller
  • 2 Badeanzüge
  • Schwimmwindeln
  • 1 Trinkflasche für Wasser
  • 4 Plastiklöffel, 2 Löffel für Quetschen (zum Aufschrauben)

Die Pampers Pants hätten wir übrigens nicht gebraucht, da es dort an jeder Ecke genau die gleichen Windeln zu kaufen gab. Dass wir Aptamil mitgenomme haben, war jedoch Gold wert, da man außerhalb Deutschlands Pre-Milch offenbar nicht kennt – wir haben nur die 1er-Variante gefunden.

Was das Gepäck anging, hatten wir insgesamt zwei Koffer mit für uns drei, obwohl Felicitas 10 Kilo Freigepäck gehabt hätte. Aber jongliert mal mit drei Koffern, zwei Handgepäckstücken, Kind und Buggy – keine Chance!

An Handgepäck hatten wir einen Wickelrucksack und einen kleinen Rollkoffer dabei. Darin waren sowohl Dinge für uns (Laptop, Snacks, etc.) als eben auch alle wichtigen Dinge für Felicitas:

  • Windeln (sowohl Pants als auch normale Windeln, ca. 8 Stück)
  • Feuchttücher
  • feuchte Waschlappen
  • Hygienetücher für Oberflächen
  • Reinigungstücher für Schnuller etc.
  • 1 Wechselschnuller
  • Windelbeutel
  • 1 Wickelunterlage
  • 1 Spucktuch
  • Wechselkleidung: Ein Body, eine Hose und ein Paar Socken
  • 2 leere Fläschchen
  • 4 Flaschen Fertigmilch
  • 1 Thermoskanne mit heißem Wasser + Fläschchenerwärmer
  • ein paar Spielzeuge

Wir hatten so viele Windeln und so viel Fertigmilch dabei, weil wir ja nicht nur geflogen sind, sondern zuerst mit dem Zug zwei Stunden nach Frankfurt fahren mussten.

Tipp 7: Für Babys gelten die Grenzen für Flüssigkeiten im Handgepäck nicht! Wir durften sowohl alle Fläschen Fertigmilch mit je 200 ml mit durch die Sicherheitskontrolle nehmen als auch die 0,5 Liter-Thermoskanne mit heißem Wasser.

Besonders wichtig beim Packen ist zudem die Reiseapotheke. Neben den normalen Schmerzmitteln, Magenmedikamenten und Pflastern für Erwachsene gibt es ein paar bestimmte Dinge für Babys, die unheimlich wichtig sind. Im Ausland kann man nämlich nicht 100-prozentig sicher sein, dass man genau die richtigen Medikamente bekommt!

  • Nasentropfen (ins Handgepäck! Gegen Schmerzen beim Druckausgleich!)
  • Fieberthermometer
  • Fieberzäpfchen
  • Wundcreme
  • im ersten Lebensjahr: Fluorid-Tabletten bzw. Vitamin D-Öl
  • Salbe oder Gel gegen Zahnungsschmerzen

Darüber hinaus empfehlen sich natürlich auch weitere Medikamente, die das Kind regelmäßig benötigt. Fragt hierzu am besten euren Kinderarzt.

Gepackt wurde bei uns am Vortag, sodass wir am Reisetag nur noch das Handgepäck vorbereiten mussten und sonst schnell losfahren konnten.


Schritt 4: Wenn einer eine Reise tut…

… dann kann er was erzählen. Überlegt euch, was ihr mit dem Nachwuchs unternehmen könnt oder wollt. Aktivitäten sollten barrierefrei und kindgerecht sein. Auch das Wetter spielt hier eine Rolle – wer möchte schon bei Regen eine Stadtführung mit Buggy machen?!

Tipp 8: Gerade in anderen europäischen Ländern sind die Menschen sehr kinderfreundlich. Wenn ihr höflich fragt, wird oft alles möglich gemacht, damit ihr Aktivitäten auch mit Kind machen könnt!

Wir haben auf Malta viel erlebt und gesehen, waren jeden Abend gut essen und hatten viel Spaß. Auch in Restaurants war man immer sehr auf Felicitas‘ Wohl bedacht und hat sich liebevoll um und gekümmert. Wichtig ist dennoch, Ruhepausen einzulegen. Felicitas war bei diesem Urlaub noch keine zehn Monate alt und teilweise waren es ganz schön viele Erlebnisse, Eindrücke, Menschen, die da auf sie einprasselten. Wir haben es uns also zur Gewohnheit gemacht, im Mittag bzw. frühen Nachmittag eine Pause im Hotelzimmer einzulegen. Hier konnte sie toben oder sich ausruhen, je nachdem, was sie brauchte.

Tipp 9: Achtet auf die Bedürfnisse eures Kindes. Es wird euch sagen oder zeigen, wann es eine Pause braucht!

Außerdem fanden wir es hilfreich, uns bereits im Vorfeld grob zu überlegen, was wir im Urlaub gern machen wollen und dann immer abends zu entscheiden, was am nächsten Tag anstand. So konnten wir das wechselhafte Wetter im Auge behalten und entsprechend unsere Aktivitäten nach drinnen oder draußen legen.


Fazit

Eine Reise mit Baby oder Kleinkind ist im  Grunde nicht anstrengender als eine Reise nur als Paar. Wichtig ist lediglich, auf die Bedürfnisse des Kindes zu achten und im Vorfeld gut zu planen. Dann macht der Urlaub definitiv allen Spaß!

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Monday Thoughts #3 | 6 Monate

Vor sechs Monaten habe ich dich auf die Welt gebracht. Unter Schmerzen. Und glaub‘ mir, ich weiß noch genau, wie weh diese Geburt tat. Ich erinnere mich noch an die Wehen, an die Einleitung, an die vermaledeiten Rückenschmerzen, die einfach nicht aufhören wollten. Ich erinnere mich an die unzähligen CTGs und an die Momente, in denen dein Herzschlag unter den Wehen auf einmal schwächer wurde. Entgegen der landläufigen Meinung habe ich die Geburtsschmerzen nicht vergessen. Aber ich würde diese Schmerzen jederzeit wieder für dich in Kauf nehmen!
Nur an eines erinnere ich mich nicht: An den Moment, in dem du meinen Körper verlassen hast und die Nabelschnur durchtrennt wurde. Ich erinnere mich nicht an deinen ersten Schrei und auch nicht daran, wie du aussahst, direkt nach deiner Geburt. Denn ich war unter Vollnarkose. Die PDA schlug nicht so an, wie sie sollte, ich hatte so viel des Betäubungsmittels in mir und spürte trotzdem noch Schmerz – deshalb mussten die Ärzte mich narkotisieren, um dich endlich auf diese Welt zu holen. Leider konnte auch dein Papa nicht dabei sein. Aber dafür hatte er eine wertvolle erste Stunde mit dir, ehe ich aus dem OP kam.

Und heute? Heute bist du sechs Monate alt. Du trägst Größe 68, manchmal auch schon 74. Du wiegst gute sieben Kilogramm. Du bist meistens fröhlich und meckerst nur aus drei Gründen: Wenn du die Windel voll hast, wenn du hungrig bist oder wenn du dringend schlafen musst. Sonst bist du der familiäre Sonnenschein. Alle sind voller Liebe für dich. Nicht nur Papa und ich, sondern auch Omma und Oppa, Omma und Oppa Höntrop, dein Onkel und deine Tante, dein Patenonkel, und deine beiden Adoptivtanten. Und noch so viele Leute mehr! Du wirst quasi mit Liebe überschüttet.

Am Anfang hast du wahnsinnig viel gespuckt und wir hatten Angst, dass du nicht genug zu essen bekommst. Jetzt bist du regelrecht proper – du vertilgst rund 800 bis 1000 Milliliter Milch am Tag! Und nicht nur das. Du liebst Fruchtquetschen, lutscht mit großer Hingabe Gurkenschnitze, Apfelschnitze und Banane. Auch Spinat, Croissants, Brötchen und Milchbrötchen sind hoch im Kurs. Du isst noch nicht viel und auch nicht oft – aber wenn, dann mit vollem Elan. Und mit dem ganzen Körper. Manchmal finden wir danach Essensreste an Stellen… 😀

Du liebst alles, was raschelt und knistert – und beißt genüsslich darauf herum. Auch von Musik bist du ein großer Fan. Geräusche aller Art machen dir unheimlich viel Spaß. Schon eine ganze Weile kannst du dich drehen, vom Rücken auf den Bauch und zurück. Anfangs bist du zwar in immer nur eine Richtung durch das Wohnzimmer gekullert, inzwischen kannst du dich aber in beide Richtungen drehen und wenden. Und seit ein paar Wochen fängst du sogar an, zu robben! Bald ist wirklich nichts mehr vor dir sicher. Schon jetzt versuchst du alles, was sich in Reichweite befindet, anzugrabschen. Auch, wenn Papa und ich die spannendsten Spielsachen (Laptop-Ladekabel, Handy, …) regelmäßig in Sicherheit bringen.

Unseren ersten kurzen Urlaub (drei Tage Berlin) hast du mit Bravour gemeistert – und wir auch. Du hast zwar das Reisebett mit Verachtung gestraft und lieber zwischen Mama und Papa im Queensize-Bett geschlafen, aber dafür warst du tagsüber richtig gut drauf. Wir waren viel spazieren und haben gut gegessen. Und die Biene hat ja Gott sei Dank mich gestochen und nicht dich.

So wirklich krank warst du noch nie, obwohl ich dich seit nun rund vier Monaten nicht mehr stille. Die Impfungen steckst du bisher auch gut weg und der Doktor hat bei den Vorsorgeuntersuchungen nichts zu meckern.

In den letzten sechs Monaten haben wir eine gewisse Routine entwickelt, alle Tage haben ein Grundgerüst. Das tut dir und auch mir gut. Wir kuscheln viel, vor allem morgens und mittags – und im Abend wird mit Papa gekuschelt. Die restliche Zeit verbringst du mit Spielen und Schlafen. So ein schönes Leben hätte ich auch manchmal noch gern! 😉 Aber weil du so gut schläfst, kann ich seit einigen Monaten wieder arbeiten.

Ich bin so gespannt, wie die nächsten sechs Monate mit dir werden. Wann wirst du wohl deinen ersten Zahn bekommen? Wie lange dauert es noch, bis du dich selbstständig aufsetzt, krabbelst, gar läufst?? Und wie werden die nächsten Jahre aussehen? Auch, wenn ich jetzt schon das Gefühl habe, dass die Zeit mit dir viel zu schnell vergeht, freue ich mich auf alles, was da kommt. Was wird dein erstes Wort sein und wie lange müssen wir darauf noch warten?
Ich warte gespannt und werde, wenn wir die näcshten Meilensteine erreichen, diese Dinge hier verbloggen. Als Erinnerung für mich und vielleicht, weil es auch andere Leute interessiert, wie du, meine kleine Maus, dich so entwickelst.

In Liebe
Deine Mama

A day in the life…

Es ist Donnerstagmittag, 12 Uhr. Meine Tochter spielt auf ihrem Spielteppich mit Spielbogen und ich sitze am Laptop. Und überlege, was ich heute schreiben möchte. Dabei denke ich darüber nach, wie unsere Tage hier so ablaufen und wann ich Zeit habe, diese Beiträge zu schreiben. Deshalb möchte ich heute mal ein paar Worte zu einem „typischen“ Tag im Leben von Felicitas und ihrer Mama (also mir) verlieren.


Zunächst mal: Eigentlich gibt es keinen „typischen“ Tag in unserem Leben. Jeder Tag ist unerschiedlich, abhängig davon, was bei mir an Terminen oder Erledigungen anliegt, wie es Felicitas geht, wann wir aufstehen und so weiter.

Also, im Normalfall stehen wir zwischen acht und neun Uhr auf. Das kommt darauf an, ob und wenn ja, wann Felicitas nachts wach wurde und Hunger hatte. Da der Männe arbeiten muss, übernehme ich dann nämlich die nächtliche Fütterung und muss dann den Schlaf entsprechend nachholen – und meine Tochter glücklicherweise auch. Wir stehen ohne klassischen Wecker auf (Felicitas eignet sich schon generell sehr gut als Wecker) und im Normalfall geht’s dann zunächst an die Morgentoilette, sowohl für Felicitas als auch für mich.
Da Felicitas ihr erstes Frühstück ja meist schon hatte, bekomme dann erstmal ich etwas zu essen. Felicitas hat meistens nicht sofort Hunger und für sie gibt’s dann die nächste Flasche ganz nach Bedarf. Wenn ich also gefrühstückt habe, richte ich mich wieder ganz nach meiner Tochter: Hat sie Hunger? Die Windel nochmal voll? Will sie spielen? Ist sie schon wieder müde?

Es wird gefüttert, gewickelt, gewaschen, gespielt und das so lange, bis die Kleine wieder müde ist und ihr erstes Vormittagsschläfchen macht. Das macht sie entweder in ihrer Wippe, in ihrem Bett oder in meinem Bett auf mir, je nachdem, wie’s ihr geht. Wenn sie nicht gerade auf mir schläft, kann ich in der Zeit das erste Mal produktiv werden. Ich arbeite also ein paar Aufträge ab, räume die Spülmaschine ein oder schmeiße den Sterilisator für ihre Fläschchen und so an. Dann nutze ich die Zeit manchmal, um mich ein bisschen „ausgehtauglich“ zu machen, also ordentliche Klamotten anzuziehen und mich ggf. sogar zu schminken.

Nach diesem ersten Schläfchen will Felicitas meistens spielen, zum Beispiel, so wie heute, auf ihrem Spielteppich. Ich kann in der Zeit etwas lesen, etwas arbeiten, oder einen Beitrag für den Blog schreiben. Manchmal braucht sie Hilfe, wenn sie sich wieder in eine Position gekullert hat, aus der sie nicht alleine raus kommt. Manchmal spielen wir auch zusammen, da richte ich mich ganz nach meiner Tochter und ihren Bedürfnissen.
An anderen Tagen nutzen wir diese Zeit für einen kleinen Einkauf. Wir gehen zu Fuß, also ich gehe zu Fuß. Felicitas trage ich dabei meistens mit der Babytrage. Manchmal nehmen wir auch den Kinderwagen, vor allem, wenn wir größere Mengen einkaufen oder sperrige Gegenstände (zum Beispiel ein Jumbopaket Windeln oder Toilettenpapier).

Nach dem Einkauf oder der Spielsession gibt’s Mittag für Felicitas. Manchmal danach auch für mich, aber meistens habe ich an dem Punkt noch keinen Hunger. Nach dem Mittagessen gibt’s den altbekannten Mittagschlaf. In der Zeit kann ich dann nochmal ganz in Ruhe ein bisschen was arbeiten oder im Haushalt machen. Wenn meine Tochter nicht gerade auf mir schläft oder ich so müde bin, dass ich auch ein Nickerchen machen muss. 😉

Kurz nach dem Mittagschlaf (manchmal auch schon währenddessen) kommt Felicitas‘ Papa dann nach Hause. Es wird wieder gespielt, gefüttert und dann gibt’s auch irgendwann Essen für die Eltern. Je nachdem, was es gibt, darf Felicitas mitessen bzw. probieren. Natürlich nur, wenn sie mag. Den Rest des Abends verbringen wir ganz oft mit kuscheln und spielen, wenn nicht gerade Termine anliegen oder wir zum Sport gehen. Dann passt meistens meine Schwiegermutti auf die Kleine auf.

Später gibt’s dann für Felicitas noch ein Betthupferl in Form von Milch, bevor sie dann gegen 22 Uhr ins Bett geht. Das mag spät wirken, allerdings hat hier keiner was davon, wenn sie um 19 Uhr schläft und ab drei oder vier Uhr morgens schon wieder munter ist. Deshalb macht sie bis etwa 20 oder 21 Uhr noch ein Nickerchen und geht danach ins Bett. Einschlafen tut sie derzeit in ihrem Bett in ihrem Zimmer, für den Nachtschlaf holen wir sie aber ins Beistellbett ins Schlafzimmer.
Die freie Zeit, wenn die Kleine schläft nutzen wir dann, um manchmal noch ein bisschen zu quatschen, einen Film zu schauen, oder mein Mann bleibt noch auf und ich lege mich auch schonmal hin. Je nachdem, wie müde ich bin.

So, das wäre unser „typischer“ Wochentag. Am Wochenende sieht das natürlich nochmal anders aus, da mein Mann dann nicht arbeiten muss und wir oft meine Eltern besuchen und so. Wie sieht euer Alltag mit Baby aus?

Monday thoughts #2 | Angekommen.

Ich muss ja mal zugeben, dass mir das Muttersein nicht „einfach so“ zugeflogen ist. Ich hatte nicht diesen Moment, direkt nach der Entbindung, in dem alles vergessen war, was vorher war und ich nur noch Augen für mein kleines Baby hatte.

Stopp!

Bevor ihr jetzt hektische Kommentare verfasst oder anfangt, zu hyperventilieren, lasst mich kurz erklären. Felicitas kam per Kaiserschnitt unter Vollnarkose zur Welt. Als ich im Kreißsaal wieder wach wurde, hatte mein Mann ein kleines, schreiendes Bündel auf dem Arm. Ich wusste sofort, dass das a) mein Baby und b) ein Mädchen ist. Die kleine Felicitas. Mit einem unfassbar lauten Organ (von wem sie das nur hat…?). Und ich war sofort so überwältigt von dieser Situation, dass ich anfing, wie ein Schlosshund zu weinen. Ich brauchte Minuten, um mich zu beruhigen.
Und dann? Brauchte ich ein Schmerzmittel. Mein Bauch tat mir nach der Tortur des Kaiserschnitts unfassbar weh, sogar beim Atmen. Also bat ich erst um etwas gegen die Schmerzen und dann darum, mein Kind auf die Brust zu bekommen. Weil ich wusste, dass ich mich nicht auf sie, auf die Situation konzentrieren könnte, wenn ich diese Schmerzen hätte. Also bekam ich Felicitas nach einem Schmerztropf auf die Brust. Und ich liebte diesen Augenblick, liebte jeden Moment.

Aber trotzdem brauchte ich Monate, um in meiner Mutterrolle endgültig anzukommen. Um voll und ganz zu realisieren, dass ich Mutter bin, dass ich eine Tochter habe und was das für mich und mein Leben bedeutet.
Die erste Zeit mit Felicitas fand ich sehr anstrengend. Das ständige Tragen und Schreien zerrt an den mütterlichen (und väterlichen) Nerven. Blähungen und Bauchweh tun ihr Übriges. Ich war oft ziemlich am Ende mit den Nerven. Doch inzwischen geht es mir viel besser. Das liegt zum Einen daran, dass Felicitas inzwischen, mit ihren vier Monaten, sehr viel ausgeglichener ist: Sie spuckt nicht mehr, sie hat kaum noch Bauchweh und pupst zwar wie ein Weltmeister — aber eben nicht schmerzhaft. Außerdem spielt sie auch gern mal alleine, z. B. unter ihrem Spielbogen, sodass ich ein bisschen arbeiten kann. Wir haben eine Tagesroutine entwickelt, in der wir beide sehr gut zurechtkommen. Sie geht inzwischen gern in ihre Trage und beobachtet die Welt gut behütet von meiner Brust aus. Und all diese Dinge haben dazu beigetragen, dass ich anfangen konnte, das Muttersein zu genießen. Ich kann gleichzeitig arbeiten, mit Felicitas spielen, sie umsorgen, mich mit Freunden treffen und den Haushalt führen und bekomme endlich mal einiges unter einen Hut!

Ich fühle mich endlich angekommen. Endlich wirklich als Mutter. Und das macht mich so froh! Was ich also jeder Frau mitgeben kann: Wenn du am Anfang nicht sofort das Gefühl hast, eine wunderbare Mama zu sein, ärgere dich nicht. Manchmal braucht man einfach ein bisschen, um in dieser Situation, in die wir kopfüber (wie in kaltes Wasser) hineingeworfen wurden, klarzukommen und uns zurechtzufinden. Es wird besser. Zumindest wurde es das bei mir. Und jetzt könnte es schöner nicht sein. ♥

Erstausstattung – das leidige Thema

Jaja, die Erstausstattung für das Baby. Ein Thema, das für viele Eltern mit der Zeit zu einem roten Tuch wird, bekommt man doch von allen Seiten vermeintlich gute Ratschläge, ob erbeten oder nicht. Mal ganz abgesehen von den vielen nützlichen (und unnützen, sein wir ehrlich) Geschenken zur Geburt bzw. für das Baby. Und im großen, weiten Internet finden sich wahrscheinlich tausend Forenbeiträge und Blogposts von Eltern, die alles und nichts besessen haben. Was wäre also eine bessere Idee, als selbst auch noch so einen Blogpost zu veröffentlichen, mit all jenen Dingen, die wir gut gebrauchen konnten und die absoluter Quatsch waren? Eben!

Bekleidung

Man sagt ja, dass ein Kind, das frisch auf dieser Erde ist, nicht viel mehr braucht als Liebe von Mama und Papa, Milch, Pampers und ein paar frische Klamotten. Deshalb fangen wir mit Letzteren auch an. Denn selbst, wenn ihr keine Möbel habt – ein paar saubere Sachen sollte das Kind schon am Leib haben!
Noch ein Hinweis vorab: Viele werdende Eltern (oder Verwandte) kaufen die kleinsten Klamotten für ihr Baby Secondhand. Das ist gut und sinnvoll. Hier müsst ihr aber darauf achten, dass manche Sachen durch das häufige Waschen und Trocknen eingelaufen sind und entsprechend kleiner ausfallen!

  • Bodys. Je nach Jahreszeit braucht ihr Bodys mit langen oder kurzen Ärmeln. Ich habe meine Tochter im Februar bekommen und hatte rund acht bis zehn Langarmbodys, plus etwa vier oder fünf mit kurzen Ärmeln. Alle Bodys waren in Größe 50/56 (bei einem Frühchen müsst ihr ggf. kleinere Größen kaufen). Felicitas hat diese Bodys angezogen bis sie etwa elf, zwölf Wochen alt war, dann haben wir nach und nach auf Größe 62 gewechselt.
    Bei den Bodys müsst ihr nur darauf achten, dass sie gut sitzen, aus möglichst angenehmen Material sind (schließlich liegen die Bodys die ganze Zeit auf viel nackter Babyhaut auf!) und nirgends einschneiden. Praktisch sind Wickelbodys, aber wir kommen auch mit den ‚klassischen‘ klar, die man über den Babykopf zieht.
    Pro-Tipp: Die klassischen Bodys kann man, wenn sie oben keine Knöpfe am Kragen haben, auch von unten an, bzw. nach unten ausziehen. Besonders praktisch, wenn die Windel explodiert oder ausgelaufen ist!
  • Strampler. Strampler sind die einfachste Möglichkeit, das Baby nett anzuziehen. Es sind Einteiler, die nicht rutschen und nicht kneifen können. Meist kann man sie an den Beinen aufknöpfen (super zum Windeln wechseln!) und sonst einfach von unten nach oben anziehen. Kauft hier am besten Strampler mit Fuß, vor allem im Winter wird das Baby so schön warm gehalten. Im Sommer machen auch Strampler ohne Fuß Sinn, da man Söckchen leichter und schneller ausziehen kann (Zwiebelprinzip).
  • Schlafanzüge. Im Prinzip sind Schlafanzüge auch nur Strampler mit Ärmeln dran. Aber sie sind, gerade im Winter und gerade nachts, unfassbar praktisch! Felicitas hat anfangs in Schlafanzügen gelebt. Auch hier eignen sich Modelle mit Fuß besonders gut, da das Baby so nachts schön muckelig eingepackt ist. Achtet beim Material aber darauf, ob sie eher für Sommer (luftiger) oder für Winter (wärmer, kuscheliger) geeignet sind.

Ob ihr darüber hinaus in den kleinsten Größen auch noch Hosen, Jäckchen, Pullis, Kleidchen, etc. anschaffen wollt, bleibt euch überlassen. Ich habe, gerade in den ersten vier Wochen, meine Tochter im Grunde nur in diese drei Kleidungskategorien gekleidet. Es kommt ja, gerade am Anfang, auch noch nicht darauf an, dass das Kind besonders schick aussieht, sondern, dass es warm eingepackt ist.
Ansonsten sind Mützen noch relativ wichtig, da Neugeborene über den Kopf die meiste Wärme abgeben und ihre Temperatur noch nicht selbst halten können. Im Hochsommer gehören leichte Mützen mit Sonnenschutz zum Standard-Repertoire und im Winter eben wärmere Mützchen, z. B. aus Baumwolle.

Zum Schlafen

Babys verschlafen in der Regel einen Großteil des Tages – zumindest in den ersten Lebenswochen. Manche sind dafür nachts umso aktiver, andere können auch dann schlafen wie ein Murmeltier. Egal jedoch, ob euer Kind nachtaktiv ist oder nicht, einige Dinge sind zum Schlafen unerlässlich!

  • Schlafsäcke. Ich empfehle, mindestens zwei Schlafsäcke zu besitzen. So kann einer benutzt und der andere gewaschen werden. Denn Babys spucken, Babys schwitzen und Babys machen klein und groß. Und manchmal landet eben etwas im Schlafsack. Und Milchflecken kleben, müffeln und verfärben sich hässlich.
    Besonders praktisch sind Schlafsäcke, die etwas größer ausfallen, aber mitwachsen. Wir haben z. B. seit Felicitas‘ Geburt einen Schlafsack in Benutzung, der Größe 68 ist. Von dem hat sie einfach noch ein bisschen länger was. Und denkt daran: Babys sollen nicht mit einer Decke zugedeckt werden, da sie sich diese nachts über den Kopf ziehen und daran ersticken könnten! Auch ein Kissen ist vollkommen unnötig!
  • Beistellbett. Jetzt mal Hand auf’s Herz: Wer hat schon Bock, nachts ständig aufzustehen, wenn das Kind knöttert, hungrig ist, in die Windel gemacht hat oder den Schnuller vermisst? Richtig, niemand. Schafft euch deshalb unbedingt ein Bett an, das ihr im Schlafzimmer an das Elternbett stellen könnt. Mal abgesehen vom Faulheits-Faktor ist das auch die sicherste Schlafmöglichkeit für euer Kind, wenn ihr den plötzlichen Kindstod vermeiden wollt.
    Natürlich kann euer Baby tagsüber oder auch abends im eigenen Bett im eigenen Zimmer schlafen (wenn es denn mag; manche Kinder können nur an Mama und / oder Papa schlafen). Aber der Nachtschlaf sollte im ersten Jahr im eigenen Bett im Elternschlafzimmer stattfinden.

Im Grunde braucht ein Baby nicht mehr zum Schlafen. Eine Spieluhr ist, gerade in den ersten Lebenswochen, nicht unbedingt nötig und mehr eine Spielerei für die Eltern. (Wir bekamen eine geschenkt und benutzen sie als Ablenkung am Wickeltisch).

Allrounder

Dass man einen Kinderwagen und einen Autositz kaufen kann, muss ich wahrscheinlich niemandem mehr erklären. Hier kommen eher Kleinigkeiten, die wir überraschend hilfreich und sinnvoll fanden.

  • Mulltücher. Das Allround-Talent! Mulltücher sind vielseitig einsetzbar: Als Spucktuch, zum Zudecken im MaxiCosi oder Kinderwagen, als Sonnenschutz im Kinderwagen, als Kuscheltuch und Spielzeug (vor allem am Wickeltisch!), als Unterlage im Kinderwagen oder auf dem Wickeltisch (gerade auswärts!) und so weiter. Wir haben insgesamt etwa zehn Tücher in Rotation, in verschiedenen Größen und Farben.
  • Hochstuhl. Die meisten Babys wollen nicht die ganze Zeit am Boden liegen, sondern am liebsten mitten im Geschehen sein! Das gilt auch schon für die ganz Kleinen, die noch nicht mal sitzen können. Deshalb ist ein Hochstuhl mit Wippe, der den Möglichkeiten des Babys angepasst werden kann, Gold wert. So kann euer Kind mit euch am Tisch sitzen, auf Augenhöhe dabei sein, egal was ihr macht und ihr könnt (zumindest manchmal) euren ganz normalen Beschäftigungen nachgehen.
  • Eine Babytrage. Ganz ehrlich – lasst euch ordentlich beraten und probiert Babytragen und Tragetücher aus. Wenn euer Kind das super findet, ist es eine der besten Investitionen, die ihr machen könnt. Unsere Trage ist die adapt von Ergobaby (NOT SPONSORED!) und wir sind sehr zufrieden. Sie wächst mit, ist ab vier Wochen geeignet und kann in verschiedenen Positionen am Körper getragen werden. Und in den meisten Babyfachgeschäften kann man die Tragen mit dem eigenen Baby drin ausprobieren. Also los!
  • Ein Badewanneneinsatz. Wir haben ein Bad mit Badewanne. Aber sonst ist in unserem Bad nicht besonders viel Platz für eine extra Babywanne. Deshalb haben wir einen Badewanneneinsatz für unser Baby gekauft. Dieser Einsatz steht rutschfest in der Wanne und nimmt wenig Platz weg. Das Baby wird einfach reingelegt und kann auch nicht wegrutschen.
    Die Kleine kann dann entspannt drin liegen, wir haben beide Hände zum Waschen und Spielen frei und das Baden macht allen Beteiligten sofort mehr Spaß. Für alle Eltern, die zwar eine Badewanne, aber sonst nicht viel Platz haben, ist so ein Einsatz wirklich empfehlenswert!

Was ist unnütz?

Tatsächlich muss ich sagen, dass wir kaum unnütze Dinge gekauft haben. Worauf wir verzichteten, bzw. was wir für unnötig erachten, erläutere ich im Folgenden.

  • Windeleimer. Es gibt ja bekanntlich tolle Systeme, bei denen man die vollen Windeln in geruchsneutralen Eimern versenken kann. Dafür muss man dann eben immer die entsprechenden Kassetten kaufen. Und da kommen wir auch schon zu des Pudels Kern: Diese Kassetten gehen auf Dauer ordentlich ins Geld und sind darüber hinaus so riesig, dass sie zwar in große Müllcontainer, nicht aber in 120-Liter-Mülltonnen passen. Deshalb haben wir uns stattdessen für einen kleinen Treteimer im Kinderzimmer entschieden, in den ganz normale Müllbeutel kommen. Der Eimer muss dann nur alle ein bis zwei Tage geleert werden (und irgendjemand geht ja immer raus!) und schon ist man das Geruchs-Problem auch los.
  • Spielzeug. Nicht, dass wir Spielzeug nicht gut fänden. Haben wir haben tatsächlich NICHTS selbst gekauft. Und das würde ich auch euch raten. Verwandte, Freunde und Bekannte schenken für den Anfang mehr als genug Spielzeug. Und in den ersten Wochen beschäftigte sich unsere Tochter sowieso nicht mit den Spielsachen, das kam erst so in den letzten vier Wochen. Und auch dann braucht ein Baby keine 20 Rasseln und 15 Kuscheltiere. Ein oder zwei spannende Sachen auf einmal reichen völlig.

Habt ihr noch weitere Tipps? Was habt ihr als super nützlich oder total unnütz empfunden? Lasst es mich gern wissen!